LitGruppe im SNW
Paula Modersohn-Becker – Künstlerin und Frau
19. Oktober in der Villa Sibilla
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sie gilt aus Vorläuferin und Wegbereiterin der modernen Malerei in Europa. Die Originalität und Größe der Tochter aus bürgerlichem Haus wird erst heute deutlich. Nach ersten künstlerischen Anfängen in Berlin zieht Paule Becker 1898 in die Künstlerkolonie Worpswede. Dort lernt sie den Maler Fritz Mackensen kennen und nimmt bei ihm Malunterricht. Mit der Bildhauerin Clara Westhoff, spätere Clara Rilke, wird sie eine enge Freundschaft pflegen. In Worpswede lebt auch Otto Modersohn. Die Beiden verlieben sich ineinander und heiraten im Jahre 1901. Entgegen den zu ihrer Zeit herrschenden gesellschaftlichen Gepflogenheiten pendelt sie weiterhin zwischen Worpswede und Paris hin und her. Auch gegen den Widerstand ihres Mannes Otto. Hier in Paris lässt sie sich von den späten Mumien-Porträts im Louvre ebenso inspirieren wie von Cézanne, Gauguin und van Gogh. Worpswede wird ihr zu eng. 1906 trennt sie sich vorübergehend von Otto und geht zurück nach Paris, immer auf der Suche nach ihrer Freiheit und ihrer Weiterentwicklung als Künstlerin und Frau. 1907 ist sie wieder in Worpswede und stirbt dort, 18 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde. 1937 diffamieren sie die Nationalsozialisten als „entartete Künstlerin“ und beschlagnahmen 70 ihrer Werke aus deutschen Museen. Anne Pförtner folgt ihren Spuren als Künstlerin und Frau. Diese Veranstaltung der LitGruppe im SNW findet am Donnerstag, 19. Oktober um 15:30 Uhr in der Villa Sibilla statt. Gäste sind stets willkommen.
