Polen - ein liebenswertes Land mit großer Geschichte
Anmerkung zum Reisebericht der Kameradschaft ehemaliger Soldaten im DBwV, Ausgabe 41/2013, Seite 25
Zum Reisebericht der Gruppe der ehemaligen Soldaten möchte ich einiges ergänzen:
Bei der beschriebenen Stabholzkirche handelt es sich um die Stabholzkirche Wang bei Brückenberg (heute Karpacz). Sie wurde von König Friedrich IV in Norwegen gekauft. Der König hat sie den Brückebergern geschenkt und sie wurde in seiner Anwesenheit im Juli 1844 geweiht und eröffnet. Auf der Fahrt von Hirschberg nach Breslau auf der E 65 ist die Reisegruppe sicherlich auch durch Bolkenhain (heute Bolkow), meine Geburtsstadt, gefahren und hat das Wahrzeichen, die Bolkoburg, gesehen. In Schweidnitz befindet sich eine der beiden evangelischen Friedenskirchen, die nach dem Westfälischen Frieden unter großen Auflagen - nur aus Holz und Lehm, außerhalb des Ortes, ohne Kirchturm - gebaut werden durften. Die andere Friedenskirche befindet sich in Jauer (heute Jawor); beide zählen heute zum Weltkulturerbe. Sie wurden durch viele Spenden der Vertriebenen und andere Spender originalgetreu restauriert.
Ich habe auf meiner ersten „Heimwehreise“ auch Warschau und Krakau besucht, aber am tiefsten berührt hat mich der Besuch im früheren Konzentrationslager Auschwitz. Die Verbrechen der Nazis im Dritten Reich waren für mich unfassbar und hätten auch einen Besuch verdient.
Im Übrigen war in Gründungsmitglied und Vorsitzender der Kameradschaft Anfang der Siebzigerjahre in Bad Neuenahr.
Werner Baensch
Bad Neuenahr-Ahrweiler
