Kindersitzung der KG „Bunte Kuh“ Walporzheim
Prinz folgt auf Prinzessin
Stefan III. ist neue Kindertollität – originelle Bühnenbeiträge der Nachwuchskarnevalisten
Walporzheim. Nach vielen Jahren mit Kinderprinzessinnen, -prinzenpaaren oder -dreigestirnen regiert ab sofort wieder einmal ein Junge alleine über den närrischen Nachwuchs in Walporzheim. Bei der abwechslungsreichen, originellen Kindersitzung am Sonntagnachmittag im Festzelt am Ahrufer wurde Stefan III. (Jakobs) zum neuen Regenten proklamiert.
Prinz Stefan III.
Die Tollität für die nächsten 365 Tage ist 14 Jahre alt und stammt aus Ahrweiler. Zurzeit besucht Stefan die 7. Klasse der „Erich-Kästner-Realschule“ in Ahrweiler. Seine Hobbys sind Freerunning und Fußball, außerdem ist er Flötist im Tambourcorps der Aloisius-Jugend Ahrweiler. Seine karnevalistische Laufbahn begann für ihn im Kinderelferrat der KG „Bunte Kuh“ Walporzheim, wo er 2013 als Sitzungspräsident durch die Kindersitzung führte. Sein jüngerer Bruder Matthias ist ebenfalls im Kinderelferrat der KG aktiv. 2011 war Stefan Adjutant seines Cousins, des Kinderprinzen Niklas I. (Eudenbach), der damals zusammen mit Prinzessin Alicia I. (Kugel) das närrische Zepter schwang. Damals entstand der Wunsch, ebenfalls „eimol Prinz zu sin“.
Adjutant Niklas
An seiner Seite hat der neue Kinderprinz als Adjutanten den 15-jährigen Niklas Eudenbach. Dieser wohnt auf dem Altenwegshof und besucht die 9. Klasse des Gymnasiums Calvarienberg. Seine Hobbys sind Fußball und Tauchen, außerdem ist er ebenfalls Querflötist bei der Aloisius-Jugend.
Gesundheitssong
Begonnen hatte die Kindersitzung pünktlich um 14 Uhr im gut besuchten Zelt am Sportplatz. Die Sitzungspräsidenten Emely und Joshua Schwarz führten durch ein abwechslungsreiches Programm. Emely begrüßte zunächst den neuen Prinzen der KG, Ralf I. (Mälzer), der mit gesamtem Gefolge auf die Bühne kam, „Uns Kindern ist es eine besondere Ehre, dich hier begrüßen zu dürfen“, betonte sie.
Die Tollität hatte im Gegenzug ihren Orden dabei, der der scheidenden Prinzessin Anna I. (Ott) überreicht wurde. Eine variantenreiche Choreografie inklusive närrischen Stippeföttche zauberten anschließend die 13 Mädchen und ein Junge der Kleinen Funken bei ihrem Tanz auf die Bühne. Dafür gab es viel Beifall aus dem Publikum.
Es tanzten Ellena Rietz, Anna Gies, Jennifer Valder, Lisa Marie Weller, Johanna Flohe, Rejane Rutkowski, Valentina und Emilia Körtgen, Mia Prenzel, Julia und Christian Rösch, Johanna Fuhrmann, Soraia Ramos und Sophia Lechner. Trainiert wird der jüngste Tanznachwuchs der KG von Nicole und Judith Schüller. Eine sechsköpfige A-capelle-Formation im Stil der legendären „Comedian Harmonists“ präsentierte den lustigen Song „Aber sonst gesund“, der darüber handelte, was so alles an Pillen für die "Gesundheit" eingeworfen werden kann. Die Gruppe bestand aus Matthias Jakobs und Timo Vellage als Vortragende sowie Stefan Jakobs, Jan Erik Wittkopf, Hendrik Knieps und Manuel Eisenhart im Begleitchor. Bestens einstudiert worden war der Beitrag von Anja Gansewig und Viktoria Kugel. Fast perfekt synchron tanzten anschließend die Kinderfunken mit Alexia Acker, Aliza Bergmann, Annalena Fazliu, Sophia Marie Knieps, Tiana Lindener, Lara Marquardt, Anna Sophie Meinhardt und Ronja Rutkowski. Trainiert werden sie ebenfalls von Nicole und Judith Schüller. Tiana Lindener wurde nach dem 2. Beitrag auf der Bühne, dem Einschunkeln für die Sitzung sozusagen, für zehnjährige aktive Teilnahme beim Walporzheimer Karneval geehrt. Der lustigste Beitrag der Kindersitzung sollte anschließend folgen. Matthias Jakobs, Timo Vellage, Stefan Jakobs, Manuel Einsenhart und zwei Elferratsmitglieder brachten, einstudiert von Anja Gansewig und Viktoria Kugel, eine originelle Darbietung auf die Bühne. Hinter einem Banner mit aufgemalten Rümpfen in Kleidern lugten abwechselnd der „Prinz eurer Träume“, Aschenbrödel mit ihrem Lieblingswort „Okay“, die hässlichen Schwestern und die „gute Fee“ hervor und sorgten mit ihrem wechselnden Dialogen für große Heiterkeit im Zelt.
De Prinz us Kölle
Besuch aus Köln hatte sich angesagt. Seit neun Jahren besucht das Kinderdreigestirn aus dem Kölner Westen, gebildet aus den Nachwuchskräften der KG Römer Garde Köln-Weiden, KG Lövenicher Neustädter und der Großen Junkersdorfer KG, die Walporzheimer Kindersitzung. Prinz Hannes I. (Siemers), Prinzessin Emma (Balbirz) und Bauer Leon (Jülich) nebst Standartenträger Maxi (Sitner) schmetterten etwas schräg, aber enthusiastisch ihr „Mir sin de Pänz“ zur Melodie von „Du bess die Stadt“ von den „Bläck Fööss“.
Ein Augenschmaus
„Ein Augenschmaus für alle, die neuen mittleren Funken“ sagte Sitzungspräsidentin Emely an. Auf „Rythm is a Dancer“ von Snap, „Mr. Vain“ von Culture Beat und weiteren Dancefloor-Klassikern präsentierten sie einen ambitionierten Tanz. Zu der sportlichen Truppe gehören Emely Schwarz, Sarah Menzen, Anna Ott, Marie Luise Meinhardt, Isabelle Eisenhart, Marisa Anthonipillai, Julia Gansewig, Lisa Sue von Schlichting und Stefanie Ehlert. Betreut werden sie von Judith und Nicole Schüller. Geehrt wurden zudem Sarah Menzen und Anna Ott für zehnjährige Mitgliedschaft im Walporzheimer Karneval und in Abwesenheit Jennifer Jakobs für ihr Zehnjähriges als ehemalige Kinderprinzessin.
Singende Mülltonnen
Weiter ging es mit der „Mülltonnen“-Show von Hendrik Knieps, Jan Erik Wittkopf und Matthias Jakobs. Auf das aus der Muppets-Show bekannte „Mah Nà Mah Nà“ von Piero Umiliani zauberten die Drei eine witzige Parodie sozusagen aus der Tonne, zuvor einstudiert von Anja Gansewig und Viktoria Kugel. Jan Erik Wittkopf und Hendrik Knieps wurden anschließend für zehnjährige Mitgliedschaft in der KG geehrt. Vor der Verabschiedung von Prinzessin Anna I. gab es noch einen Überraschungsauftritt der Großen Funken gemeinsam mit den Großen Funken der KG Esch.
Abschied der Kinderprinzessin
Dann war die schwere Stunde für Anna I. gekommen. Mit ihren Eltern Monika und Guido Ott sowie ihrem Bruder an der Seite verabschiedete sie sich unter Tränen als Kinderprinzessin von der närrischen Gemeinde. An ihre Mitstreiter im Gefolge gerichtet sagte sie: „Ich bin euch unendlich dankbar dafür, dass wir zusammen eine so schöne Zeit erleben durften.“ Ihrem Bruder dankte sie für die geleistete Mithilfe beim Bau des Prinzessinnenwagens. Mit der Proklamation des neuen Prinzen herrschte kurze Zeit später wieder eine närrische Kindertollität über das Weindorf.
