Hitzeschutz für Kliniken
Rheinland-Pfalz stärkt Hitzeschutz in Krankenhäusern mit 7,5 Mio. Euro
aus Sinzig
Rheinland-Pfalz. Der heiße Sommer 2026 hat erneut gezeigt, wie sehr längere Hitzeperioden auch Krankenhäuser belasten. Rheinland-Pfalz verstärkt deshalb den Hitzeschutz in seinen Kliniken. Mit einem neuen Maßnahmenpaket unterstützt das Land die Krankenhäuser dabei, sich besser auf hohe Temperaturen vorzubereiten und Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte zu schützen.
Das Gesundheitsministerium stellt 7,5 Millionen Euro für energetische Untersuchungen an den Krankenhausstandorten in Rheinland-Pfalz bereit. Pro Standort stehen dafür bis zu 75.000 Euro zur Verfügung. Das ermöglicht den Krankenhäusern ihren jeweiligen baulichen und energetischen Zustand umfassend analysieren zu lassen. Ziel ist es, für jeden Standort passgenaue Lösungen zu entwickeln.
„Gerade in Krankenhäusern kann große Hitze zu einer besonderen Belastung werden. Das gilt für Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Beschäftigten, die auch an heißen Tagen eine verlässliche Versorgung sicherstellen“, erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller.
Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vom jeweiligen Gebäude ab. Möglich sind beispielsweise Sonnenschutz, Begrünung, geeignete Lüftungs- und Kühlsysteme oder bauliche Veränderungen. So sollen Lösungen gefunden werden, die langfristig wirken und zum jeweiligen Krankenhaus passen.
Gleichzeitig entlastet das Land die Krankenhäuser finanziell: Bei Maßnahmen zum Klima- und Hitzeschutz soll künftig der bisherige Eigenanteil der Einrichtungen entfallen. Die Kosten können damit vollständig vom Land übernommen werden.
„Das ist gerade angesichts der angespannten finanziellen Situation vieler Krankenhäuser eine spürbare Entlastung. Wichtig ist, dass jedes Krankenhaus die Unterstützung erhält, die zu seinen Voraussetzungen vor Ort passt. So stärken wir den Hitzeschutz für Patientinnen und Patienten sowie für die Beschäftigten“, so Müller.
Bereits seit 2024 stellt das Land jährlich drei Millionen Euro für energetische Maßnahmen in Krankenhäusern bereit. Auch bei größeren Umbauten, Erweiterungen und Neubauten wird der Hitzeschutz berücksichtigt. Anfang September ist ein weiterer Austausch des Gesundheitsministeriums mit den Krankenhausträgern zum Thema Hitzeschutz geplant.
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MdL Susanne Müller Foto: Daniel Hammelstein