Allgemeine Berichte | 13.10.2015

Altgesellenverein Ringen-Beller feierte gelungene Premiere

Ringener Kirmes im neuen Gewand mit Anklängen an früher

Rund um das Bürgerhaus war so viel los wie schon lange nicht mehr

Gespannt verfolgten die Altgesellen aus Ringen-Beller in ihren blauen Shirts, ob Vorsitzender Andreas Kunze seinen ersten Fassanstich fehlerfrei über die Bühne bekommt. Er schaffte es.Jost

Ringen. Ein Erfolg auf ganzer Linie war die Ringener Kirmes im neuen Gewand. Zum ersten Mal hatte der erst im vergangenen Jahr gegründete Altgesellenverein Ringen-Beller die Organisation übernommen und gleich einige alte Zöpfe abgeschnitten, die in den vergangenen Jahren keine Liebhaber mehr gefunden hatten. Dennoch war die Neukonzeption in gewisser Weise eine Reminiszenz an längst vergangene Tage, als die Kirmes noch ein echtes Dorffest war. So war das Bürgerhaus schon beim unverzichtbaren Fassanstich erstaunlich gut gefüllt, und der Altgesellen-Vorsitzende Andreas Kunze schlug elegant und unfallfrei den Zapfhahn in das Fass, bis man merkte, dass keine Biergläser zur Hand sind. Für dieses Missgeschick zeichnete natürlich der Kirmesmann verantwortlich, der von der Saaldecke herab das Geschehen betrachtete und gleich die ersten Minuspunkte sammelte. Doch davon ließen sich die zwei Dutzend Altgesellen und ihre Gäste nicht verdrießen, sondern feierten nach dem Motto „Jetzt erst recht“. Das anschließende Konzert mit der Gruppe „E-Lounge“ verfolgten mehr als 200 Gäste, die letzten gingen erst in den frühen Morgenstunden nach Hause. Kein Wunder, denn die drei Musiker aus Köln haben schon eine beachtliche Fangemeinde und traf mit ihrem breit aufgestellten Repertoire und ihrer sehenswerten Bühnenshow genau den Geschmack des Publikums. Auch die Sektbar im Vorraum des Bürgerhauses war den ganzen Abend über dicht gefüllt, hier wurden zahlreiche exotische Mixgetränke über den Tresen gereicht und so manche Beziehung vertieft oder neu angebahnt. Am Sonntag ließen es die Altgesellen ein wenig gemütlicher angehen und riefen mit dem zünftigen Frühschoppen einen „Dörfergemeinschaftstag“ aus. Fast alle Ortsvereine und viele befreundete Gruppierungen aus dem benachbarten Ortschaften trafen sich hier zum fröhlichen Beisammensein. Als Kirmesessen servierten die Altgesellen knusprigen Spießbraten, für Ringener Kirmes-Freunde ein absolutes „Muss“ und daher auch schon nach kurzer Zeit restlos ausverkauft. Am Nachmittag startete etwas verspätet die Kirmes-Olympiade mit fünf teilnehmenden Mannschaften, die an der Schießbude, beim Gurkentanz, beim Luftballonwettbewerb oder dem Geschicklichkeitsrennen ihre Qualitäten unter Beweis stellen mussten. Nicht nur die Jugend vergnügte sich derweil gerne an den Schaustellerbuden und Fahrgeschäften, die in diesem Jahr etwas komprimierter aufgebaut waren. Besonders das Bungee-Trampolin zog die mutigen Kirmesbesucher an, aber auch das nostalgische Karussell ließ Kinderaugen leuchten Am Kirmesmontag stand die ganze Familie im Mittelpunkt beim Familientag, der mit der Heiligen Messe samt Totengedenken begann. Richtig voll wurde es im Bürgerhaus zur Mittagszeit, denn die Altgesellen hatten sich ein spezielles Mittagsmenü für Kinder überlegt, von dem die Ganztagskinder der Grundschule und des Kindergartens gerne und ausgiebig Gebrauch machten. Nachdem die Chicken Nuggets und Pommes mit viel Hallo verspeist waren, blieben viele von den Kindern gleich da, denn kurz darauf startete Zauberer Bagatelli seine tolle Zaubershow mit erstaunlichen Tricks, bei denen Kindern und Erwachsenen die Münder offen stehen blieben. Die Eltern und Großeltern stärkten sich mit Kaffee und Kuchen, während bei den Kindern die Lachmuskeln trainiert wurden. Als die Kirmes dann so langsam dem Ende zusteuerte, hatte auch noch der Kirmesmann seinen unrühmlichen Auftritt. Nachdem ihm Christoph Schmitt in einer flammenden Rede unzählige Verfehlungen nachweisen konnte, blieb dem Kirmesgericht keine andere Wahl, als den Bösewicht zum symbolischen Flammentod zu verurteilen, was auch direkt auf dem Platz vor dem Bürgerhaus mit viel Getöse vollstreckt wurde. Im Anschluss wurde noch bei einem kühlen Bier über diesen mehr oder weniger tragischen Verlust ausgiebig diskutiert. Doch alle waren sich einig: diese Art der Kirmes hat Zukunft!

Gespannt verfolgten die Altgesellen aus Ringen-Beller in ihren blauen Shirts, ob Vorsitzender Andreas Kunze seinen ersten Fassanstich fehlerfrei über die Bühne bekommt. Er schaffte es.Foto: Jost

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