Allgemeine Berichte | 05.01.2015

Dekanat Ahr-Eifel: 35 Männer und Frauen machten sich fit für Kinderkirche

"Sag, wo wohnt der liebe Gott?"

Einige der Teilnehmerinnen beim Abschlusstreffen. privat

Region. Wenn es sonntags zur Messe läutet, wissen Sina und Gabriel, dass ein schöner Vormittag vor ihnen liegt. In ihrer Pfarrei werden die Kinder gleich zu Beginn der Messe zur Kinderkirche eingeladen. Dort feiern die Kleinen mit einigen Großen „ihre Messe“, sprechen über das Evangelium dieses Sonntags, singen und basteln. Heute wird die Jesusgeschichte besonders ausführlich nachgestellt. Dafür gibt es eigene Figuren - sogenannte biblische Erzählfiguren - aber auch viele Tücher und Materialien. Groß und Klein überlegen, welche Personen in dieser Geschichte auftauchen und was sonst noch wichtig ist, was sie wo platzieren und wo welche Person hingehört. Sie überlegen auch, was die Personen aus dem Jesusgeschichte wohl gedacht haben, wie sie sich gefühlt haben und nachher auch, was das wohl mit den Menschen heute zu tun hat.

Kirche für die Kleinen

Kinderkirche ist ein Angebot in vielen Pfarreien im Dekanat Ahr-Eifel, das die katholischen Gemeinden von Adenau und Wershofen bis hinunter in die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler erfasst. Manche Pfarrei lädt jeden Sonntag zur Kinderkirche, andere seltener, wieder andere unterbrechen ihren Rhythmus auch mit Familienmessen - alle aber treibt das aufrichtige Anliegen an, den Kindern die Schönheit des Glaubens zu vermitteln. „Kinderkirche“ so Markus Hartmann, Pastoralreferent und Mitinitiator, „ist eine eigene Form von Kirche. Kirche für die Kleinen. Deren Form von Gottesbegegnung und Liturgie - nicht etwa eine Kinderbetreuung, die die Kleinen aus den Füßen sorgt, damit Mama und Papa in der Messe mehr Ruhe hätten.“ „Und das braucht gute Vorbereitung!“, ergänzt Kerstin Otten, Mutter und in der Kinderkirche Lantershofen engagiert, „Es braucht kreative Ideen und Wissen. Aber auch viel Klarheit in der eigenen Motivation und in der eigenen Glaubensgeschichte.“

Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben

Sechs Schulungsabende, verteilt über das ganze Jahr 2014, organisierte das Dekanat Ahr-Eifel gemeinsam mit der Familienpastoral der Stadtpfarreien (vertreten durch die Gemeindereferentinnen Claudia Braun und Beate Timpe) und der Grafschaft, Gemeindereferentin Ann-Cathrin Zinken). Abende, die Raum boten für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und den eigenen Zielen, für Erfahrungsaustausch und Tipps. Sie boten aber auch wertvolle Impulse und Fachwissen aus den Bereichen Theologie und Psychologie, Rhetorik und Pädagogik, vermittelt aus den eigenen Reihen oder durch kompetente Referenten. 35 motivierte Männer und Frauen aus dem ganzen Beritt des Dekanates konnten nun, am letzten Abend, im Rahmen eines Tischgottesdienstes und Abschlussessens ihre Urkunden in Empfang nehmen. „Auch bei Kirche bewahrheitet sich die alte Weisheit: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“, resümierte der stellvertretende Dechant Axel Spiller, Altenahr, der die Kinderkirchenleute am Abschlussabend aussandte. „Wenn Kinder nicht in ihren Kindertagen Kirche und Glauben als etwas Wertvolles und Bereicherndes kennenlernen, ist es recht unwahrscheinlich, dass sie als Große den Weg in die Religiosität finden. Daher braucht es Angebote, die Freude machen und qualitativ hochwertig sind. Deshalb ist es gut, dass es sie gibt.“

Weitere Schulungsabende

Für das kommende Jahr sind vier Schulungsabende geplant. Sie beschäftigen sich mit der Gestaltung von Kinderkirche, Werbung und Auftreten, mit gutem Präsentieren und Vorlesen, mit der Bibel als Grundlage des Glaubens und Methoden der Vermittlung. Die Module sind einzeln buchbar. Ausführliche Information und Prospekt beim Dekanat Ahr-Eifel, Markus Hartmann, Tel. (0 26 41) 9 11 70 72 oder markus.hartmann@bistum-trier.de

Einige der Teilnehmerinnen beim Abschlusstreffen. Foto: privat

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