Schülergruppe des PJG nahm Methoden der Energiegewinnung unter die Lupe
Schüler informierten sich im Blockheizkraftwerk
Kreisstadt. Was ist die bessere Art der Energieerzeugung in der Zukunft: Kohlemeiler oder Blockheizkraftwerk? Das Fazit einer Schülergruppe des Peter-Joerres-Gymnasiums (PJG) fiel eindeutig zugunsten des Blockheizkraftwerks aus.
Im Rahmen eines schulischen Projekts im Physikunterricht hatten die Zehntklässer gemeinsam mit ihrem Fachlehrer Carsten Wickenhäuser Methoden zur Energiegewinnung genauer unter die Lupe genommen. Das klassenübergreifende Projekt trägt den Titel „Energieerzeugung heute und morgen.“ Am Stand der Ahrtal-Werke präsentierten die zehn Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse vor interessiertem Publikum.
Zu wissenschaftlicher Arbeit gehören Recherchen und Exkursionen. So hat die Schülergruppe nicht nur das Kohlekraftwerk Niederaußem in Nordrhein-Westfalen genauer unter die Lupe genommen, sondern auch exklusive Einblicke in die Technik des Blockheizkraftwerkes der Ahrtal-Werke erhalten, um ihre Erkenntnisse weiter zu festigen. Unternehmensgeschäftsführerin Susanne Strauch erklärt: „Wir haben das Projekt gerne gefördert und sind begeistert über die Ergebnisse der Schüler.“ Ziel des Konzepts für das „Fest der guten Laune“ war es, jungen Leuten die Themen Umwelt, Energiewende und Nachhaltigkeit nahezubringen und sie selbst dazu zu motivieren, ihre Ideen in Projekten umzusetzen, zumal das PJG genau gegenüber dem Kraftwerk der Ahrtal-Werke gelegen ist, so Strauch weiter. Und die Erkenntnisse der PJG-Schüler sind äußerst fundiert: Anhand der Aspekte Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Umweltbelastung und Nachhaltigkeit haben die Jungen und Mädchen beide Erzeugungsarten untersucht, um schließlich Aussagen über die Perspektive beider in der Zukunft treffen zu können. Klarer Testsieger ist das Blockheizkraftwerk der Ahrtal-Werke – aber warum genau? Zum einen sind die CO2-Emissionen selbst beim Einsatz von Erdgas rund um die Hälfte geringer als bei einem Kohlemeiler, und weiterhin entfallen Feinstaub-Emissionen sowie der Verbrauch von freien Landschaftsflächen gänzlich, was das Blockheizkraftwerk umweltfreundlicher macht. Auch im Bereich der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit hat das Blockheizkraftwerk die Nase vorn, da es brennstoffflexibel ist und auch mit Erneuerbaren Energien betrieben werden kann, so das Resümee der Schüler.
In ihrem Fazit erteilten die jungen Wissenschaftler folglich der Kohlekraft als Zukunftsmodell eine klare Absage. Zu umweltschädlich, zu teuer, fördert den Treibhauseffekt: Die Zukunft liegt in der Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung. Um diese weiter voranzutreiben, schlagen die Schüler einen höheren Anteil regenerativer Brennstoffe, einen generellen Ausbau des Fernwärmenetzes sowie dort, wo eine öffentliche Fernwärmeversorgung nicht darstellbar ist, die Integration von Kleinblockheizkraftwerken in Einfamilienhäusern vor.
