Kunstrasenplatz Dernau geht seiner Fertigstellung entgegen
Spielfeld ist Ende November fertig
Dernau. Die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes in Dernau steht unmittelbar bevor. Das „Grün“ wurde vor wenigen Tagen durch die beauftragte Fachfirma verlegt, und das eigentliche Spielfeld wird bis Ende November fertiggestellt sein. Zuletzt wurden 27 Kunstrasenbahnen in einer Länge von jeweils 63 und vier Metern Breite verlegt und fachgerecht verklebt. Im Frühjahr werden dann noch die Maßnahmen für den Leichtathletikbereich durchgeführt. Die restlichen Arbeiten übernimmt der Sportverein Blau-Gelb Dernau in Eigeninitiative: Insbesondere Pflasterarbeiten, Errichtung der Zaunanlage sowie eines Wildschutzzaunes an der Hangseite zum Krausberg. Zuvor hatten die ehrenamtliche Helferinnen- und Helfer bereits die alte Zaunanlage, die Absperrung sowie den Randbewuchs im notwendigen Umfang beseitigt und außerdem die Drainage freigelegt. Knapp 900 der insgesamt 1.400 Quadratmeter Pflastereingrenzung wurde mittlerweile, ebenfalls in Eigeninitiative, bereits verlegt. „Eigentlich ging es gar nicht,“ blickte ein sichtlich zufriedener Landrat auf die schwierige Entstehungsgeschichte dieses Sportplatzes zurück. Erst im Rahmen der Sitzung des Sportausschusses Ende Oktober 2013 nämlich rutschte das Projekt in Dernau in der Prioritätenliste ganz nach oben (Blick aktuell berichtete).
Zusammenarbeit
Dr. Jürgen Pföhler erwähnte in diesem Zusammenhang die hervorragende Zusammenarbeit aller Akteure: Sportverein, Ortsbürgermeister, Gemeinderat Dernau, Verbandsgemeinde, Mainzer Sportministerium, Sportausschuss sowie Kreisverwaltung. Die zuständigen Mitarbeiter seines Hauses würden das Projekt weiter unterstützen, sagte Dr. Pföhler zu. Verbandsbürgermeister Achim Haag lobte ebenfalls Verbundenheit und Kameradschaft in Dernau. Auch er will das Projekt im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten weiter unterstützen. „Glückwunsch für das Geleistete“, schloss Haag seine kurzen Ausführungen. Endgültig ins Rollen gebracht hatte die Sache jedoch Rolf Schmitt, der das Projekt auch jetzt im Dernauer Sportlerheim vorstellte und versiert erläuterte. Schmitt hatte sich mit dem Problem am 4. Januar 2013 unmittelbar an Roger Lewentz, Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur, gewandt. Lewentz und dessen Fachleute hatten schnell die außergewöhnliche Notwendigkeit dieser Maßnahmen erkannt. Und so gab der Minister bereits mit Schreiben vom 25. März 2013 eine Festzusage des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 100.000 Euro. Dies war zwar weniger als die in den Vorjahren üblichen 40 Prozent der Gesamtkosten, gab den Verantwortlichen vor Ort dennoch Planungssicherheit. Für den dann etwas später ebenfalls beschlossenen Neubau der Leichtathletikanlage gewährte das Land weitere Mittel von 25.000 Euro.
Eine Überraschung
Die Grundschule nutzt den Platz ebenfalls. Grundschule und Sportverein Blau-Gelb Dernau pflegen traditionell ein gutes Verhältnis. „Die Kinder sind schließlich unser Nachwuchs,“ ergänzten Fußball-Abteilungsleiter Christian Müller sowie Jens Fahrenbach, Abteilungsleiter Leichtathletik im Sportverein Blau-Gelb Dernau. Die Grundschule Dernau und die Kindertagesstätten Dernau und Mayschoß hatten dann noch eine Überraschung für den Sportverein parat: Vertreterinnen der beiden Tagesstätten sowie Grundschulleiter Ralph Stollorz übergaben dem Sportverein einen Betrag von 4.500 Euro. Dies war der Erlös aus einem Sponsorenlauf der Kinder. Zusätzlich gab es eine weitere Spende der Dernauer Elektrofirma Walter & Kevin Schüller über 1.200 Euro (siehe besonderen Bericht). Die Kosten der Gesamtmaßnahme sind auf 400.000 Euro veranschlagt. Dieser Rahmen wird nach Lage der Dinge eingehalten. Neben den genannten Landeszuschüssen trägt die Ortsgemeinde Dernau 120.000 Euro. Den Rest stemmt der Sportverein Dernau über Eigenleistungen und einen Kredit. Fred Surges, Vorsitzender des 950 Mitglieder zählenden Sportvereins Blau-Gelb Dernau, dankte ebenfalls allen an der Umsetzung der Maßnahmen Beteiligten.
Stolz auf „Blau-Gelb“
Besonders stolz ist Surges auf „sein Blau-Gelb:“ Alle Abteilungen hätten die Maßnahme voll mitgetragen. Außerdem haben die Vereinsmitglieder einer zur Finanzierung der Maßnahme erforderlichen moderaten Erhöhung der Beiträge einstimmig zugestimmt. „Der ersten Erhöhungen seit vielen Jahren, und wir liegen auch hiermit noch im unteren Bereich“, ergänzte Fred Surges. Fußball-Abteilungsleiter Christian Müller ging in seinen kurzen Ausführungen ebenfalls auf die gute Unterstützung auf allen Ebenen und die überaus gute Beteiligung an den Eigenleistungen ein. Wichtig sei in dieser Umbauphase auch die Unterstützung durch die Nachbarvereine bei der Sportplatznutzung für das Training und den Spielbetrieb: SV Kalenborn, Grafschafter SV sowie Ahrweiler BC und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.
