Allgemeine Berichte | 28.07.2014, 14:31 Uhr

Bronzetafel erinnert am Straßentunnel in Altenahr an seine einzigartige Geschichte

Straßentunnel feiert 180-jähriges Jubiläum

Straßentunnel feiert 180-jähriges Jubiläum
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Altenahr. Heute gilt der Straßentunnel durch die Breitlei in Altenahr längst als Verbindungsstrecke ins Ahrtal und zum Rhein und beim Durchfahren macht man sich auch keine Gedanken über dessen Bedeutung vor 180 Jahren, als die Fahrstraße den Rhein und das mittlere Ahrtal erstmals erschloss. „Steile Felsen, enges Tal und große Flusswindungen hatten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts den Bau einer Fahrstraße durch das felsige Ahrtal verhindert. Der zwischenörtliche Verkehr führte auf steilem Pfad über die Berge oder längs der Ahr auf schmalem Fahrweg, wobei die Ahr häufig in Furten durchquert werden musste. Im Zuge der Baumaßnahmen für die Ahrtalstraße wurde im Frühjahr 1832 mit dem Bau des Tunnels bei Altenahr begonnen, um so den drei km langen Umweg durch das Langfigtal bei Altenahr abzukürzen. Unter der Bauleitung des preußischen Wegebaumeisters, Hauptmann Schmülling, ging die Arbeit zügig voran. Der erste Felsdurchstich erfolgte am 19. November 1833. Der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm und spätere König Wilhelm IV. war bei der Öffnung anwesend und durchschritt als Erster die erst enge Felsspalte. Seine Anwesenheit unterstrich die Bedeutung, die man diesem Tunnelbau und darüber hinaus dem Straßenbau zumaß“, so ist es in den Aufzeichnungen vom Chronist Ignaz Görtz zu lesen. Für Dr. Eugen Dick, Eigentümer der Sommerrodelbahn in Altenahr, ist dieser geschichtliche Hintergrund so wichtig, dass er nicht in Vergessenheit geraten soll und daher stiftete er eine Bronzetafel mit den zeitlichen Daten zum Tunnelbau, der an dieses historische Ereignis erinnert. Im Beisein der Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Altenahr Ingrid Näkel-Surges, Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann und der Tourismusförderung der Verbandsgemeinde Altenahr Ulla Dismon, lobten alle Dr. Eugen Dick und seiner Ehefrau Katja für die Bronzetafel, die beim Eingang zum Tunnel auf der linken Seite die bedeutenden Ereignisse in ihren Jahreszahlen wiedergibt. Für Dick war es ein besonderes Anliegen, diesem Bauwerk und seiner Bedeutung mehr Beachtung zu schenken. Gilt doch der Tunneldurchbruch im 19.Jahrhundert als erster Felsdurchbruch in Preußen, der für großes Aufsehen sorgte, nicht minder war daher auch, die Anwesenheit des Kronprinzen Friedrich Wilhelm zu verstehen. Für die Mittelahr und speziell für den Tourismus und die damalige Gastronomie ein wahrer Segen, der sich bis heute positiv auf den Tourismus auswirkt. Die feierliche Eröffnung fand am 25. November 1834, also vor 180 Jahren unter großer öffentlicher Anteilnahme statt, nach dem in der Zwischenzeit auch die Fahrstraße von Ahrweiler bis zum Tunneleingang geschaffen war. Bis zum Jahre 1864 blieb der Tunnel bei Altenahr der Erste und einzige in Preußen, das in Reiseführern als das „Kunstgewölbe von Altenahr“ beschrieben wurde und so natürlich auch immer bedeutender unter den Sehenswürdigkeiten heranwuchs. Mit zunehmendem Verkehr auf den Straßen wurde es irgendwann im Altenahrer Tunnel eng und so gab es die erste Erweiterung bereits im Jahre 1867. Dies hielt bis ins Jahr 1969, als der Tunnel zum heutigen Zustand ausgebaut wurde.

Eine Bronzetafel erinnert am Straßentunnel in Altenahr an seine einzigartige Geschichte.

Eine Bronzetafel erinnert am Straßentunnel in Altenahr an seine einzigartige Geschichte.

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