Allgemeine Berichte | 16.06.2014

Köngisvogelschießen der Junggesellen-Schützen Ahrweiler 1612 e.V. in der Quarzkaule

Sven Stadtfeld schoss den Vogel ab

Als einer der ganz wenigen Junggesellen-Schützen, die nur alle drei Jahre einen neuen König ausschießen, durfte Sven Stadtfeld als dem ersten Höhepunkt seiner Königsehre mit „Tochter-Zion“ und einem begleitenden kleinen Feuerwerk durch das Ahrtor in seine Ahrhut und die Altstadt einziehen. FIX

Ahrweiler. Das alle drei Jahre stattfindende Köngisvogelschießen der Sankt Sebastianus Junggesellen-Schützen-Gesellschaft 1612 e.V. Ahrweiler fand am Sonntag in der Quarzkaule oberhalb des Calvarienberg von Ahrweiler statt. Die Gesellschaft, die aus allen vier Huten der Stadt und Wallporzheim sowie Bachem besteht, hatte zu diesem Schießen auch ihre Brudergesellschaft aus Lantershofen eingeladen, die neben den zahlreichen Besuchern die Quarzkaule bei schönstem Schützenwetter besuchten. Es war einer der schönsten Sommertage 2014 als das Preisvogelschießen begann und die anschließenden Ehrenschüsse durch den Hauptmann, die ehemalige Majestät, den Hauptmann der Bürger-Schützen Willi Busch, deren Majestät Edgar Flohe und dem Dechant Jörg Meyrer begann. Auch die Bruderschützen der St. Lambertus Junggesellen-Schützen-Gesellschaft aus „L.A.“ Hauptmann Robin Grießel und sein König Dominik Knieps waren hierbei gerne mit angetreten. Dann war es soweit:

Sven Stadtfeld schoss den Vogel ab

Beim 65. Königsvogel schießen nach der Wiederbelebung des Vereins, schoss Sven Stadtfeld den Vogel mit dem 53. Schuss, um 19.26 Uhr ab! Dies bestätigten dann auch die drei Böller, die den Abschuss des Königsvogels allen Gästen in der Quarzkaule verkündeten. Einer seiner ersten Gratulanten war selbstverständlich sein Mitkandidat Nils Kampmann, der sichtlich traurig unterlag. Gefolgt vom scheidenden König Peter Roppertz - der bereits am Vorabend mit einem Zapfenstreich verabschiedet wurde - und dem Hauptmann der Junggesellen-Schützen Bastian Friedrich.

Der neue Schützenkönig

Der neue Junggesellen-Schützenkönig wurde auf die starken Schultern seiner Freunde und Kameraden gehievt und musste sich minutenlang den Weg durch die Gratulanten zum Festzelt auf der Quarzkaule bahnen lassen. Dort wurde er mit Blasmusik und Gesang begeistert und sichtlich gerührt mit den Zeichen seiner Würde geehrt und erhielt sein Zepter und die Königskette unter den gesungenen Klängen des Ahrweiler Mädchens (Melodie: Rheinlandmädel) durch seinen Vorgänger.

Unter all den zahlreichen Gratulanten war auch der Hutenmeister Jochen Ulrich, der sichtlich zufrieden das Schießen seiner beiden Ahrhöder Jungs zur Kenntnis nahm. Sven Stadtfeld, der neue Junggesellen-König ist 26 Jahre alt und hat als Fähnrich Christian Siegert an seiner Seite. Sven ist mit seiner abgeschlossenen Fleischerausbildung Zeitsoldat von Beruf. Als bekennender Fan von Borussia Dortmund wird er mit Sicherheit kein Spiel der Deutschen verpassen. In die Junggesellen-Schützen ist er 2004 eingetreten und hat im Verlauf seiner Mitgliedschaft 2008 das Amt des Zugführers der Ahrhut übernommen. Seit 2011 war er Erster Vorsitzender der Ahrhut und seit 2012 ist er Fähnrich der St. Laurentius Junggesellen-Schützengesellschaft Ahrweiler. Aufgrund des fantastischen Wetters wollten die zahlreichen Gäste auf der Quarzkaule fast kein Ende finden. Aber dann füllten sich bereits unten in der Stadt - bei beginnender Dämmerung - die Straßen der historischen Altstadt Ahrweiler. Vor allem die Ahrhutstraße wurde von zahllosen Zuschauer gesäumt als endlich der Traum eines Ahrweiler Jungen in Erfüllung ging. Als einer der ganz wenigen Junggesellen-Schützen, die nur alle drei Jahre einen neuen König ausschießen, durfte Sven Stadtfeld als dem ersten Höhepunkt seiner Königsehre mit „Tochter-Zion“ und einem begleitenden kleinen Feuerwerk durch das Ahrtor in seine Ahrhut und die Altstadt einziehen.

Begrüßung mit Glockengeläut

Es dauerte eine kleine Ewigkeit bis sich der Festzug mit Tambourcorps und Blasmusik, angeführt durch den Hauptmann, seinen Weg bahnen konnte. Das Spalier aus mit Weinkelchen und Schlüsselbünden bestückten Zuschauern wollte den stolzen König einfach nicht durchlassen und so konnte die Pfarrkirche Sankt Laurentius den neuen König erst um 21.40 Uhr mit Glockengeläut auf dem Marktplatz begrüßen. Der Festzug marschierte dann mit großen Schritten zum Pfarrhaus und anschließend zum neuen Schützenmuseum, um die frisch gekürte Majestät vorzustellen. Die Feierlichkeiten endeten erst in der späten Nacht.

Sven Stadtfeld schoss den Vogel ab

Der neue Junggesellen-Schützenkönig Sven Stadtfeld freute sich sichtlich über seinen Würde.

Als einer der ganz wenigen Junggesellen-Schützen, die nur alle drei Jahre einen neuen König ausschießen, durfte Sven Stadtfeld als dem ersten Höhepunkt seiner Königsehre mit „Tochter-Zion“ und einem begleitenden kleinen Feuerwerk durch das Ahrtor in seine Ahrhut und die Altstadt einziehen. Fotos: FIX

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