Soziale Hilfe im Rhein-Mosel-Ahr-Kreis
Vielfältige Beratungsangebote und Projekte im Kreis Ahrweiler: Susanne Müller besucht Caritasverband
aus Sinzig
Hinter jeder Tür, die sich beim Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr öffnet, steht eine andere Geschichte. Mal geht es um eine Familie in finanzieller Not, mal um einen älteren Menschen, der möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben möchte, oder um jemanden, der in einer persönlichen Krise Rat sucht. Gemeinsam ist all diesen Menschen, dass sie schnelle und unkomplizierte Hilfe brauchen.
Im Zuge ihrer Sommertour besuchte die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller den Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr. Direktor Christian von Wichelhaus und die stellvertretende Direktorin Christiane Böttcher informierten über die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie die aktuellen Herausforderungen der sozialen Arbeit im Kreis Ahrweiler.
Der Caritasverband begleitet Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen – von der Allgemeinen Sozialberatung über die Schuldnerberatung bis hin zu Hilfen für Familien, Menschen mit psychischen Belastungen sowie Seniorinnen und Senioren. Neu hinzugekommen ist die Trägerschaft des Pflegestützpunktes Sinzig.
„Menschen kommen häufig mit einem konkreten Anliegen zu uns. Im Gespräch zeigt sich dann oft, dass weitere Belastungen wie finanzielle Sorgen, psychische Probleme oder familiäre Schwierigkeiten hinzukommen. Deshalb ist es wichtig, unsere Beratungsangebote eng miteinander zu verzahnen und unkompliziert Hilfe leisten zu können“, erläuterte Christiane Böttcher. Gerade diese niedrigschwelligen Angebote ermöglichten eine frühzeitige und ganzheitliche Unterstützung.
Ein Schwerpunkt des Austauschs war die Bedeutung sozialräumlicher Projekte. Am Beispiel des Projekts „Leben und Älterwerden in Remagen“ erläuterte Christian von Wichelhaus, wie Quartiersmanagement Nachbarschaften stärkt, lokale Akteure vernetzt und Menschen dort erreicht, wo sie leben. So könnten Probleme frühzeitig erkannt und passgenaue Hilfen vermittelt werden. „Quartiersmanagement stärkt den Zusammenhalt vor Ort und bringt Unterstützung direkt in die Lebenswelt der Menschen. Deshalb begrüße ich ausdrücklich, dass wir seine Stärkung im Koalitionsvertrag vereinbart haben“, betonte Susanne Müller.
Sorge bereitet dem Caritasverband das Auslaufen einzelner, bislang durch Fluthilfemittel finanzierter Angebote. Weitere Themen waren der Fachkräftemangel, vor allem in der Pflege, sowie Qualifizierungsangebote der Caritas und das Thema der Bürokratie in nahezu allen Beratungsfeldern und Projekten. Einfachere und verständlichere Verfahren würden nicht nur den Betroffenen helfen, sondern den Fachkräften auch mehr Zeit für Beratung und Begleitung ermöglichen.
Zum Abschluss bedankte sich Susanne Müller für den offenen Austausch: „Die Caritas leistet mit ihren haupt- und ehrenamtlich Engagierten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitenden für ihren Einsatz. Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit diese wichtige Arbeit auch künftig verlässlich geleistet werden kann.“
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v.l.Christian von Wichelhaus, Susanne Müller, Christiane Böttcher Foto: Christina Sönksen