Schüler des Are-Gymnasiums besuchen Bayer in Leverkusen
Vom Polycarbonat zum fertigen Löffel
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von der fixen Idee bis zum fertigen Produkt. Warum ist das Speichervolumen einer DVD etwa fünffach so groß wie das einer CD? Wo kommt der Sound her, wenn nicht aus dem Lautsprecher? Und wie wird das Display meines Smartphones eigentlich erleuchtet? Mit derartigen Fragen sahen sich 25 Schüler der MSS-13 konfrontiert. Nach einer Besichtigung des Schülerlabors von Baylab Plastics der Bayer AG in Leverkusen war es den Schülern freigestellt, sich in Arbeitsgruppen einzuteilen. Die Aufgabe: Am Ende des Tages sollte jeder Schüler das Gebäude mit einem eigens gefertigten Polycarbonat-Löffel verlassen. Schnell realisierten die Schüler, dass hinter so einem Löffel natürlich viel mehr steckt als nur Kunststoff. Angefangen bei der Forschung, bildeten sich Schülerteams für Finanzplanung, Technik, Kommunikation und Marketing. So konnte sich jeder Schüler individuell in seinem Interessensgebiet einbringen.
Während der Vormittag der Vorbereitungen, Forschungen und Planungsprozessen galt, war der Nachmittag durch den Produktionsprozess an sich ausgefüllt. Mit den beiden betreuenden Lehrkräften Maria Reiner und Thomas Portugall und fünf Mitarbeitern der Bayer AG stand den Schülern ein kompetentes Team für Fragen zur Verfügung. Hilfe war auch von Nöten, denn als es zur Mittagspause schellte, lag ein erster, 28 Euro teurer Entwurf auf dem Tisch.
Gestärkt durch ein warmes Mittagessen ging es am frühen Nachmittag zurück an die Arbeit. Nachdem die Forschung die Produktion genehmigt hatte, wurde diese in einem kleinen, feierlichen Akt begonnen. Auf Hochtouren lief die Produktion von 299 Löffeln im Zeitraum einer knappen Stunde. Während die Techniker den genauen Produktionsablauf überwachen, überarbeitet die Finanzplanung ihren Business-Plan und verringert den Preis auf 0,61 Cent pro Löffel.
Entsprechend positiv fiel auch das Feedback von Schüler- und Betreuerseite in der Abschlussrunde aus. Denn eines haben die Schüler bei ihrer Exkursion zur Bayer AG gelernt: Kommunikation ist das A und O. Denn auch ein Chemiegenie vermag es nicht, binnen einer Stunde 299 Löffel alleine herzustellen.
Maria Rainer und Thomas Portugall mit den MSS13-Schülern im Labor. Foto: privat
