Politik | 08.03.2013

Verkehrsunfallanlayse der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2012

Zahl der Unfälle mit Todesfolge überschattet das Ergebnis

Zahl der Unfälle mit Todesfolge überschattet das Ergebnis

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Betrachtet man lediglich die nackten Zahlen der Unfallauswertung für den Bereich der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler, so ist man geneigt, von einer schwerwiegenden Fehlentwicklung und beängstigenden Gefahrenerhöhung im öffentlichen Straßenverkehr der Kreisstadt und Umgebung auszugehen.

Die Anzahl der bei der PI Bad Neuenahr-Ahrweiler registrierten Verkehrsunfälle stieg im Vergleich zum Vorjahr von 1425 auf 1509. Stellt man dann noch fest, dass sich die Unfallfolgen bei der Zahl der getöteten Personen verdoppelt haben, nämlich von drei auf sechs Todesopfer, dann wird dieser Eindruck mehr als nur verstärkt. Dadurch bedingt ist die Unfallbilanz der PI Bad Neuenahr-Ahrweiler auf Ebene der Polizeidirektion besonders negativ geprägt.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, bei Bewertung der Unfälle mit Todesfolge eine Einzelauswertung vorzunehmen, und dann stellt man fest, dass viele unterschiedliche Faktoren zusammengekommen sind, die letztlich ursächlich für die schwerwiegenden Folgen waren. Keiner dieser Unfälle ist mit Blick auf die Verhaltensweise oder den Ablauf nur annähernd in einen sachlichen Zusammenhang zu bringen. Die Steigerung der Gesamtunfallzahlen ist nicht zuletzt auf die Vergrößerung des Zuständigkeitsbereichs um das Ahrtal und Vinxtbachtal zurückzuführen.

179 Personen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt, davon 31 schwer. Einer besonderen Betrachtung in einer Stadt mit mehr als 5000 Schülern bedarf die Anzahl der Unfälle mit verletzten Kindern: Von zwölf im Jahr 2011 stieg die Zahl auf 17. Drei Kinder wurden schwer und 14 leicht verletzt. Jeder dieser Unfälle ist einer zu viel, weil Kinder besonderen Schutz benötigen. Betrachtet man jedoch die Fahr- und Verhaltensweisen, besonders in der dunklen Jahreszeit, dann muss man sich wundern, dass nicht mehr passiert.

Die Unfallursachen

Man verkennt vielfach, dass die Unfallstatistik einer Stadt nicht wie vermutet, Geschwindigkeit als Hauptunfallursache ausweist.

1318 Unfälle mit Sachschaden von 1509 Unfällen insgesamt machen deutlich, dass Auffahrunfälle an Ampeln, Kreuzungen und beim Wenden und Rückwärtsfahren an Einkaufszentren einen Großteil der Unfallbilanz prägen.

In 17 Fällen wurden Alkohol und Drogen als mitursächlich für das Unfallgeschehen festgestellt.

Viele Bürger haben sich im Laufe des Jahres mit Hinweisen auf besondere Gefahrenquellen oder nicht akzeptable Verhaltensweisen an die Polizei gewandt. Alle Eingaben wurden überprüft, aber es muss auch einmal erlaubt sein, zum Ausdruck zu bringen, dass diejenigen, die in verkehrsberuhigten Bereichen erwischt wurden, meist Anlieger waren und die Polizei benötigten, um sich vor sich selber zu schützen. Für große Gefahren an Kindergärten und Schulen sorgen vielfach die, die ihre Kinder dorthin verbringen. Hier gilt es auch weiterhin, aufmerksam zu sein.

Pressemitteilung der

Polizeiinspektion

Bad Neuenahr-Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Imageanzeige
3+1 Aktion
Nacht der Vulkane
150 Jahre Jubiläum
150 Jahre Sinziger Zeitungstradition
150 Jahre Krupp Verlag
150 Jahre Zeitungsgeschichte
Empfohlene Artikel
Bernd Giraths Christof Schmickler, Hubert Rößel und Christoph Scheuer
18

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Unter dem Motto „Handeln statt nur Hände schütteln“ setzt sich die Grüne Stadtratsfraktion Bad Neuenahr-Ahrweiler für eine zügige Sanierung des Feuerwehrhauses in Kirchdaun ein. Nach einem Besuch vor Ort, bei dem den Fraktionsmitgliedern mitgeteilt wurde, dass bestehende Mängel bereits vor längerer Zeit von der Stadtverwaltung erfasst worden seien, hat die Fraktion nun eine offizielle Anfrage an die CDU-geführte Stadtverwaltung gerichtet.

Weiterlesen

2021-07-18 130247
22

Anlässlich des 5. Jahrestages der Flutkatastrophe im Ahrtal fordert der Kreisverband Ahrweiler von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beim Umgang mit überschwemmungsgefährdeten Siedlungen konkrete Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen, um Menschenleben und Infrastruktur dauerhaft besser zu schützen. Der Kreisverband Ahrweiler begrüßt außerdem den aktuellen Vorstoß der Landrät*innen der Landkreise Euskirchen, Ahrweiler und Vulkaneifel für eine Anpassung des Wiederaufbaufonds.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
410

Passanten hielten die Puppe für eine Leiche

12.07.: Bad Breisig: Puppe im Rhein löst Polizeieinsatz aus

Bad Breisig. Am Sonntagvormittag, 12.07.2026, machten Passanten im Bereich eines Schiffsanlegers am Rheinufer in Bad Breisig eine verdächtige Beobachtung. Sie vermuteten eine menschliche Leiche, da der Körper dem äußeren Anschein nach in einem Stoffsack auf dem Wasser trieb und die Füße nach oben heraus ragten.

Weiterlesen

„Anette Moesta besucht die neue Anlaufstelle der Rheuma-Liga in Bad Kreuznach.“
15

Rheuma hat viele Facetten und kann jeden treffen

Anette Moesta besucht neue Anlaufstelle der Rheuma-Liga in Bad Kreuznach

Rheinland-Pfalz. Anlässlich der Eröffnung der neuen Anlaufstelle der Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach hat die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Anette Moesta, die Einrichtung besucht. Im Austausch mit Verantwortlichen, Ehrenamtlichen und Betroffenen informierte sie sich über die Situation von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen sowie über die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote der Rheuma-Liga.

Von Anette Moesta aus Andernach

Weiterlesen