Historisches Schützenfest der drei Ahrweiler Schützengesellschaften
Zapfenstreich und festliche Parade
Ahrweiler. Mit einem gepfiffenen Marsch auf den Lippen marschierte am vergangenen Mittwoch das Junggesellen-Tambourcorps Ahrweiler dem Aufstellort am Niedertor entgegen, um von dort aus den Verwaltungsrat und die Musik, die am Jägerhof wartete, zum diesjährigen Zapfenstreich der Sankt-Laurentius-Junggesellen-Schützengesellschaft und der Sankt-Sebastianus-Bürgerschützengesellschaft auf dem Ahrweiler Marktplatz ab zu holen.
Um 20 Uhr war es dann soweit. Der Einmarsch auf dem Marktplatz mit dem Bürgerschützen-Tambourcorps und den Blasmusikern der Schützen wurde von zahlreichen Zuschauern bei bestem Schützenwetter verfolgt und unter den stolzen Blicken von Majestät Edgar Flohe, Hauptmann Willi Busch und aller Ehrengäste begann der zünftige Zapfenstreich zu Beginn des historischen Ahrweiler Schützenfestes.
Am darauf folgenden Fronleichnamstag starteten die drei Ahrweiler Schützengesellschaften zur Begleitung der Prozession, mit blühendem Gewehrschmuck und schmucken Uniformen geziert, bereits in den frühen Morgenstunden in einen langen und anstrengenden Festtag.
Nach dem Marsch durch die Altstadt und dem Abschlussgottesdienst fanden sie sich schließlich in großer Anzahl auf dem Marktplatz ein, wo die Junggesellenschützen ihre Parade zelebrierten. Weiter ging es dann zum Bürgerzentrum, in dem der offizielle Teil des Festes stattfand. Bei hervorragender Verpflegung zum eigenem „Schützenwein“ begrüßte der Hauptmann „seine“ Schützen, bis diese dann gegen Abend in ihre zugeigenen Domizile abmarschierten und so manchen Grill anwarfen.
Während der nachmittäglichen Veranstaltung marschierten die Aloisius-Jungen ein und spielten Preußens Gloria - ganz wie die alten Hasen.
Edgar Flohe grüßte die Schützen „so langsam schon zum letzten Mal“ bei dieser Veranstaltung, da er im nächsten Jahr abgelöst wird. Auch Horst Gies wurde aus seinem - nach 15 Jahren - beendeten Amt als Ortsvorsteher verabschiedet, er bleibt aber den Schützen erhalten.
Besonders im Mittelpunkt stand auch die Eröffnung des Schützenmuseums „Haus der Schützen“, dessen Erwerb und Umbau ohne die Solidargemeinschaft der Ahrweiler Bürger nicht möglich gewesen wäre. Als Andenken überreichte der Landrat Jürgen Pföhler dem Hauptmann der Schützen Willi Busch den ersten gerahmten Zeitungsartikel. Nach dem Grußwort des Aloisius-Königs Moritz Kelter kamen auch die Jubilare der Schützen nicht zu kurz. Erwähnt seien - stellvertretend für alle - die Jubilare des Leutnantsglieds, das im nächsten Jahr sein Jubiläum feiert. Kurt Münster wurde für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, Hans-Gerd Schofer wurden nach der Veranstaltung am frühen Abend in der Unterkunft Gärtnerei Wershofen für 25 Jahre Vereinstreue durch den Hauptmann und den Vertreter des Verwaltungsrats geehrt.
Während der gesamten Veranstaltung spielte die Blasmusik der Schützen bekannte Märsche, die die einzelnen Züge mit eigenen Texten versehen begeistert mitsangen. Am Freitag fand dann die Parade der Bürgerschützen auf dem Marktplatz statt, die so manches Schmunzeln und auch Heiterkeit auslöste. Das Fest wurde mit dem anschließenden Ball im Bürgerzentrum gekrönt, bei dem die Damen der Schützenbrüder besonders im Mittelpunkt standen. Mit ihren schönsten Kleidern und am Arm ihrer schicken Junggesellen betraten die jungen Damen den Saal, um an der Balleröffnung durch Majestät Edgar Flohe und die Burgundia Carina Mombauer teilzunehmen. Der Abend wurde musikalisch von der Musikvereinigung Bad Neuenahr-Ahrweiler gestaltet und weit nach Mitternacht mit dem berühmten Wackelzug beendet.
Kurt Münster wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
