Günter Gall zu Gast beim Bendorfer Kulturverein
„... und reisen quer durch die Zeit“
Sänger und Rezitator portätiert am 18. November Erich Kästner
Bendorf. Der Bendorfer Kulturverein e.V. präsentiert am Mittwoch, 18. November, 20 Uhr, in der Theodor-Heuss-Schule , Engerser Straße 33, Bendorf, „... und reisen quer durch die Zeit“, ein Porträt Erich Kästners mit Günter Gall (Gesang, Rezitation, Lesung, Gitarre, Liedkomposition).
Günter Gall porträtiert den berühmten Dichter - den selbsternannten „Gebrauchslyriker, seelisch verwendbar“ - mit einem revueartigen Parforceritt durch sein Leben. Er lässt den Mitbegründer der neuen Sachlichkeit aufleben als genialen Satiriker, mit gefühlvollen Liebesgedichten, als Erotomanen. Kästner war der einzige „verbrannte Dichter“, der am 10. Mai 1933 auf dem großen Opernplatz in Berlin die „Tiraden des abgefeimten Lügners“ Goebbels hörte. Er beschrieb es in dem Text „Bei Verbrennung meiner Bücher“ aufs Eindringlichste. Auf die überflüssige Frage, warum er nicht aus Deutschland geflohen sei, gab er die notwendige Antwort: „Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen, mich lässt die Heimat nicht fort. Ich bin - wie ein Baum - der in Deutschland gewachsen - wenn’s sein muss in Deutschland verdorrt.“
Des weiteren gibt es einen Parforceritt durch das Berlin der späten 1920er-Jahre mit Ausschnitten aus Kästners brillanten Berlin-Roman Fabian - kompromisslos, zeitkritisch, zeitlos.
Günter Gall ist seit mehr als 30 Jahren mit vielen literarisch-musikalischen Programmen unterwegs. Das Publikum erlebt ihn als „feinfühligen Rezitator und geschmeidigen Sänger“, so ein Pressebericht. Seine Lieder erklingen mal in typischer Liedermachermanier, mal als Chanson oder poetische Miniatur. Weitere Informationen: www.guenter-gall.de.
Eintritt: zehn Euro im Vorverkauf; Bendorfer Buchladen (Kaufland), Musikladen, Rheinstraße, Bendorf; Abendkasse zwölf Euro; Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt.