Bendorfer Stadtteil feierte vier Tage lang Kirmes
2000 Eier für die Kirmeskrone
Umzug, kölscher Abend und viel Unterhaltung
Stromberg. 2000 Plastikeier hatten etwa 30 Mitglieder der Kirmesgesellschaft Stromberg und Karnevalsgesellschaft in eineinhalb Tagen aufgebohrt, aufgefädelt und in einer prächtigen grün-weißen Krone verarbeitet. Sie wurde von Stromberger Feuerwehrleuten als Wahrzeichen der „Stroomer Kärmes“ am Kirmesbaum aufgehängt.
Tags zuvor begann auf dem Festplatz, der mit Cocktailbar, Bühne, Biergarten, Bierpilz und einigen Kirmesbuden ausgestattet war, das viertägige Fest, das von der fast 90 Mitglieder starken Kirmesgesellschaft, davon 28 Aktive, organisiert und ausgerichtet wurde.
Abends begeisterte bei einem tollen Sommerabend die Band Vinnie Cooper „live aus Sään“. Die vor zehn Jahren von dem Akkustikduo Stefan und Nils gegründete Gruppe ist inzwischen eine der angesagtesten Cover-Bands im Raum Koblenz und zeigte auch in Stromberg wieder, was sie showmäßig und musikalisch so drauf hat.
Festzug durch die Straßen
Am nächsten Tag wurde unter den Klängen des Musikvereins Stromberg das Kirmespaar Tobias Buhl und Jaqueline Wagner zu Hause abgeholt. Danach ging es in einem großen Umzug durch den Ort zum Kirmesplatz. Angeführt wurde der Festzug vom Musikverein, dem Kinder auf geschmückten Fahrrädern, Vertreter aller Ortsvereine, Kirmespaar, Kirmeskrone und Ehrengäste, darunter auch der Bendorfer Stadtbürgermeister Michael Syré, folgten. Auf dem Festplatz eröffnete nach dem Aufhängen der Kirmeskrone das Kirmespaar offiziell die „Stroomer Kärmes“ und krönte dies mit ihrem traditionellen Tanz.
Wie wird man denn Kirmespaar in Stromberg? Dazu der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft Marvin Kragt: „Mitglieder der Kirmesgesellschaft erklären sich dazu bereit und werden dann reihum vom Vorstand ausgewählt.“ Der Vorstand besteht ferner aus dem zweiten Vorsitzenden Tobias Buhl, Kassierer Dennis Kolb, Schriftführerin Jaqueline Wagner und Beisitzer Lars Dommershausen.
Rheinische Stimmung im Westerwalddorf
Wenige Stunden nach der Kirmeseröffnung brachte der 22-jährige DJ Ramon (Schneider) aus Nauort mit dem kölschen Abend so richtig rheinische Stimmung in das Westerwalddorf, das ein Stadtteil von Bendorf ist. Da wurde getanzt, geklatscht, mitgesungen, einfach kräftig gefeiert und dazu kam noch ein brillantes Feuerwerk, das über den Höhen weithin sichtbar war.
Das Programm am dritten Kirmestag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst, dem ein Frühschoppen auf dem Kirmesplatz folgte. Am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen und die Kinder durften sich schminken lassen. Apropos Kinder: Für die hatte die Kirmesgesellschaft sich etwas Besonderes ausgedacht. Nicht nur Kinder, auch Erwachsene konnten ihre Hände in flüssigen, farbigen Wachs tauchen und nach einem Wasserbad die eigene Wachshand mit nach Hause nehmen. Auch einige Kirmesbuden boten verschiedene Spiele und Unterhaltung an. Auf Fahrgeschäfte wurde, so Vorsitzender Marvin Kragt, diesmal aus Platzgründen verzichtet. Zum Ende des nachmittäglichen Programms spielte der Musikverein Stromberg und abends gab es die Happy Hour.
Mit Eierbacken durch die Mitglieder der Kirmesgesellschaft und Frühschoppen auf dem Festplatz begann der letzte Tag der Kirmes, die dann mit einer Happy Hour endete.
Der Tanz des Kirmespaars gehört traditionell zur Eröffnung der Stromberger Kirmes.
Auf dem Festplatz wurde die Eierkrone von Feuerwehrleuten am Kirmesbaum angehängt.Fotos: HEP