Weihnachtsausstellung im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum:
Ausstellungsstücke aus der Privatsammlung Breuer
Bendorf. Am vergangenen Donnerstag wurde die Weihnachtsausstellung „Mariechen, der Baum ist schief!“ mit Ausstellungsstücken aus der privaten „Sammlung Weihnachten“ der Familie Breuer im Sauerland eröffnet. Die Privatsammlung Breuer dokumentiert alle Bereiche weihnachtlichen Brauchtums von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Die leidenschaftliche Sammlerin Rita Breuer hat mit ihrer Tochter Judith ihre stattliche Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und seit 1997 bundesweit in 32 Ausstellungen gezeigt, die bisher rund 65.000 Besucher hatten. Die Sammlerinnen und Ausstellungsmacherinnen beleuchten Weihnachten mit seinen vielfältigen Bräuchen und Ausdrucksformen rund um den Weihnachtsbaum, Christbaumschmuck, Papierkrippen und den Gabenteller. Verschiedene Ausstellungskonzepte befassen sich außerdem kritisch mit dem Thema Weihnachten in der politischen Propaganda.
Weihnachten, wie wir es heute kennen und feiern, entwickelte sich erst allmählich vom kirchlichen Fest zum traditionellen Fest der Familie. Dabei ist der Weihnachtsbaum neben der Weihnachtskrippe das bekannteste und beliebteste Festelement. Weihnachtszeit ist immer auch „Christbaumzeit“. Bevor jedoch aus dem grünen Tannenbaum ein festlich geschmückter Christbaum wird, muss vor allem seine Standsicherheit gewährleistet sein. Ob angespitzt und eingelocht, gesteckt, verkeilt oder verschraubt: Dieser Herausforderung stellt sich der Christbaumständer als treuer Begleiter des Weihnachtsbaumes seit Jahrhunderten.
Die große Blütezeit der Christbaumständer begann mit der Verwendung von Metallen. Erste einfache Modelle entstanden in kleineren Betrieben aus Bandeisen, Rundeisen, Schmiedeeisen oder Blechen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte der Eisenkunstguss den Artikel „ Christbaumständer“ als vielversprechenden Absatzmarkt. Fast alle namhaften Gießereien führten eine beachtliche Auswahl in ihren Lieferprogrammen.
Die Ausstellung, die im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum noch bis zum 20. Dezember zu sehen ist, holt den Christbaumständer aus dem Schatten des Weihnachtsbaumes. Sie lädt dazu ein, seiner Geschichte nachzuspüren, die anhand zahlreicher Exponate anschaulich und umfassend dokumentiert wird: Vom einfachen Holzkreuz bis zu kunstvoll geschmiedeten Modellen, Ständern aus Blech, Eisenguss und Kunststoff, Objekten mit Drehmechanismen und integrierten Spieluhren oder Kunstwerken der Marke „Eigenbau“ aus der Bastelwerkstatt. Öffnungszeiten im November sind täglich von 11 bis 16 Uhr und im Dezember von Mittwoch bis Sonntag zur selben Uhrzeit. Im Rahmen von öffentlichen Führungen am 9. Dezember und 20. Dezember jeweils um 15 Uhr werden die schmucken Baumständer vorgestellt.
Weitere Infos und Anmeldung zu den Führungen unter Tel. (0 26 22) 90 29 13 oder per Mail touristinfo.sayn@bendorf.de
Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Bendorf