Politik | 03.11.2015

Waldausschuss der Stadt Bendorf tagte vor Ort

Beeinträchtigungen am „Schwarzen Morgen“

Mitglieder des Waldausschusses informierten sich vor Ort. privat

Bendorf. Unter der Leitung des Ersten Beigeordneten der Stadt Bendorf, Bernhard Wiemer, traf sich der Waldausschuss des Bendorfer Stadtrats mit Revierförster Johannes Biwer zu seiner jüngsten öffentlichen Sitzung in der Waldarbeiterhütte im Bendorfer Stadtwald am Sträßchen. Vor den Beratungen stand aber zunächst ein Gang zur Gemarkung „Schwarzer Morgen“ auf dem Sitzungsprogramm. „Schwarzer Morgen“ heißt ein Flurstück am Sträßchen in Richtung Höhr-Grenzhausen, das hinter der Abzweigung zur Gastwirtschaft „Meisenhof“ beginnt. Die dort gelegene Ackerfläche wird von dem Pächter des Albrechtshofs landwirtschaftlich genutzt. Der Landwirt hatte sich bei Förster Biwer beklagt, dass er wegen der hohen und weit überhängenden Bäume empfindliche Ernteeinbußen zu verzeichnen habe. Die fast ständige Beschattung eines breiten Streifens seines Ackers neben dem Sträßchen durch diese Bäume beeinträchtige seine Ernten empfindlich. Die Mitglieder des Waldausschusses nahmen die Örtlichkeit unter die Lupe. In der Tat wölben sich viel starke Äste fast über den gesamten Straßenbereich, stellten sie fest. Da diese Straße aber für den Anliegerverkehr freigegeben sei, stelle sich hier vor allem die Frage der Verkehrssicherungspflicht. Wenn Menschen oder Fahrzeuge durch abbrechende Äste zu Schaden kämen, könne das durchaus tragisch enden und teuer werden. So wurde überlegt, ob man durch die jährliche Prüfung des Zustands der Bäume, verbunden mit einer Entfernung absturzgefährdeter Äste dieser Verkehrssicherungspflicht gerecht werden könne, oder ob einschneidender gehandelt werden müsse. Auf jeden Fall wolle man die Sorgen des Landwirts mit in die Überlegungen einfließen lassen. Im Rahmen der beabsichtigten Gespräche mit dem Pächter wolle man aber auch darauf dringen, dass dieser seine Feldbearbeitung nicht bis allzu dicht an den Straßen- und Wegrändern heranführe. So habe es schon Klagen gegeben, dass auch bei einigen Wegen die im Kataster vorgeschriebene Breite nicht mehr mit der derzeitigen Realität übereinstimme. Die abschließenden Beratungen wurden nach der Begehung allerdings im nichtöffentlichen Teil der Sitzung fortgesetzt. Die Empfehlungen werden dann dem Stadtrat vorgelegt.

Pressemitteilung

Stadtverwaltung Bendorf

Mitglieder des Waldausschusses informierten sich vor Ort. Foto: privat

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