Allgemeine Berichte | 16.12.2014

Bendorfer Bauunternehmen ist stark gewachsen - Breites Portfolio wichtig

Bei Franken ist Handwerk die Basis

Rainer Franken (2.v.r.) erläuterte beim Firmenbesuch von Landrat Dr. Alexander Saftig (2.v.l.) den beeindruckenden Wachstumskurs seines Betriebs.privat

Bendorf/Koblenz. Technische Kompetenz und ein breites Portfolio. Damit kann man auch in der Baubranche punkten und den Betrieb auf Wachstum ausrichten. Und wenn innerhalb von 20 Jahren die Zahl der Mitarbeiter verzehnfacht wird, klingt das nach einer Erfolgsgeschichte. Bei Franken in Bendorf ist es eine, wie Landrat Dr. Alexander Saftig beim Firmenbesuch beeindruckt feststellen konnte. Rainer Franken hatte den Betrieb Mitte der 90er-Jahre mit sieben Mitarbeitern übernommen. Heute sind es 76. Wie geht das? Franken bietet heute die klassischen Felder der Baubranche an: Bauen im Bestand von der Entkernung über Grundrissänderungen bis zur Betonsanierung. Da werden auch Mauern entfeuchtet und abgedichtet, es stehen auch Fassaden-, Fliesen und andere Arbeiten im Portfolio. Neubauten sind natürlich auch im Programm. Doch Rainer Franken macht klar, dass das heute nicht mehr ausreicht: „Wir haben uns auch ökologischen Baustoffen und der Renaissance alter Werkstoffe wie Lehm und Reinkalk gewidmet.“ Außerdem sind Frankens Leute gefragt, wenn es um Denkmalpflege geht. Die Spezialisten haben eine beeindruckende Liste von Spezialaufträgen aufzuweisen: Bei St. Peter in Sinzig, auf der Festung Ehrenbreitstein, auf der Burg Eltz oder in der Sayner Hütte sind die Experten im Einsatz. Erfahrungen werden akribisch dokumentiert, denn Baustoffe und Arbeitsweisen früherer Jahrhunderte erfordern oft besondere Techniken. Besonders erfreulich für den Landrat ist die hohe Ausbildungsquote bei Franken. Neun Auszubildende sind in dem Betrieb. Sie müssen nicht gerade beim Bundeswettbewerb der Stuckateure den dritten Platz machen wie der 18-jährige Pascal Böhm. Doch bei Franken überlässt man das Thema Nachwuchs nicht dem Zufall. Mit der Karl-Fries-Realschule gibt es eine Kooperation, die auch Langzeitpraktika umfasst. Vorteil: Die jungen Leute bekommen einen tieferen Einblick in den Beruf, ehe sie die Ausbildung beginnen. Für den Landrat ist die hohe Ausbildungsquote vorbildlich: „Das zeigt, dass man aktiv dem Fachkräftemangel begegnen kann.“ Und Henning Schröder, Geschäftsführer der WFG, will das Thema Schulpatenschaft nochmals mit dem Betrieb erörtern. Innovative Firmen wie der von Rainer Franken wollen sich qualitativ weiterentwickeln, doch der Firmenchef macht auch klar: „Dazu muss das Image des Handwerks wieder steigen, um gute Leute zu bekommen.“ Norbert Dreisigacker, Geschäftsführer des Baugewerbeverbandes Rheinland-Pfalz, kann dem nur beipflichten: „Man muss auch die Abiturienten im Fokus haben. Nicht jedes Studium macht glücklich.“ Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Rainer Franken (2.v.r.) erläuterte beim Firmenbesuch von Landrat Dr. Alexander Saftig (2.v.l.) den beeindruckenden Wachstumskurs seines Betriebs.Foto: privat

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