Senioren-Union Mayen-Koblenz
Beim Neubau ans Alter denken
Mayen/Koblenz. Auf der Vorstandssitzung der Senioren-Union Mayen-Koblenz setzten sich die Vorstandsmitglieder hauptsächlich mit den Themen „Barrierefreies Wohnen im Alter“ und „Willkommenskultur für Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge“ auseinander. Zunächst galt die Gratulation Hajo Stuhlträger und Anita Moskopp, die zum Vorsitzenden beziehungsweise stellvertretenden Vorsitzenden des Seniorenbeirats des Kreises Mayen-Koblenz gewählt wurden. In den Kreisvorstand der SU wurde kooptiert der neue Vorsitzende der Senioren-Union Plaidt, Peter Mais.
„Gut und komfortabel leben und barrierefrei wohnen, das wollen wir alle“, so Vorstandsmitglied Moskopp. Dafür gilt es, rechtzeitig die Weichen zu stellen. Denn lange und selbstbestimmt im eigenen Zuhause zu wohnen, das ist der Wunsch und das Ziel vieler Menschen. Hier geht der Appell der SU bereits an junge Bauherren und Architekten, an ein möglichst barrierefreies Eigenheim oder eine barrierenfreie Wohnung zu denken. Auch die Mitglieder in den Kommunalparlamenten werden aufgefordert, bei der Aufstellung von Bebauungsplänen hauptsächlich innerhalb der Städte und Dörfer Baumöglichkeiten anzubieten, die Raum schaffen für ein altersgemischtes, barrierefreies Wohnen und Bauen. Es gibt viele Hilfen bei Modernisierungsmaßahmen für Barrierefreiheit, so Anton Reiter. Zum Beispiel das ISB-Darlehen „Modernisierung“. So bezuschusst die Kreditanstalt für Wiederaufbau ((KfW) altersgerechtes Umbauen. Für Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, gibt die Pflegekasse für eine bauliche Maßnahme einen Zuschuss. Bei der Beratung und Beantragung sind die Hausbanken und die Sachbearbeiter bei den Kommunen gern behilflich, so der Vorsitzende. Auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Koblenz bietet Beratung zum barrierefreien Bauen und Wohnen an. Zur Bewältigung der Problematik ankommender Flüchtlinge waren sich die Vorstandsmitglieder einig, dass die Bereitstellung von angemessenem Wohnraum eine hohe Priorität genießt und Vorrang haben muss vor der Unterbringung in großen Gemeinschaftseinrichtungen. Stuhlträger betonte, dass es gute Beispiele der Betreuung auch im Kreis gebe, so zum Beispiel in der VG Weißenthurm, der VG Maifeld und der Stadt Bendorf. Trotzdem muss die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort besser koordiniert werden. Am besten wäre ein Konzept, in dem Unterbringung, Gesundheitsvorsorge, soziale Betreuung, Sprachunterricht und Schulbesuch zentral geregelt werden. Hierbei leisten bereits jetzt viele ehrenamtliche Betreuer und Nachbarn von Flüchtlingsfamilien wertvolle Arbeit.
Das Foto zeigt vorn von links: Siegfried Peitz, Helmut Gardlo, Wolfgang Keimer, Carola Ibald, Marianne Schneider, Anita Moskopp, Heinz Welsch und Hajo Stuhlträger. Hinten von links: Richard Welter, Hermann Schmitz, Theo Winkel, Anton Reiter, Lothar Tentler, Paul-Jürgen Boller, Beate Süß und Fritz Stuntz.Foto: privat
