Senioren-Union des CDU-Stadtverbandes
Bendorf - früher und heute!
Dia-Vortrag führte in die wechselvolle Geschichte Bendorfs
Bendorf. Nichts kann das Auf und Ab der Entwicklung einer Stadt besser verdeutlichen als die markantesten Gebäude und ganze Straßenzüge aus den einzelnen Zeitabschnitten. Um hier einen Rückblick in die Vergangenheit aber auch einen Blick in die Zukunft zu werfen, hatte die Senioren-Union des CDU-Stadtverbandes den Heimatforscher Otto Michel zu einem Dia-Vortrag eingeladen.
Der Referent verstand es, in Anwesenheit des Vorsitzenden des Stadtverbandes, Bernhard Wiemer, die rasante Weiterentwicklung und wirtschaftliche Umstrukturierung Bendorfs vom Beginn des 17. Jahrhunderts, als die Heimatstadt sich auf den Weg von einem dorfähnlichen Ort mit Strohdächern zu einer wohlhabenden „Industriestadt“ machte, bis in unsere Zeit nicht nur aufzuzeigen, sondern anhand von „Bauzeugen“ mit Leben zu erfüllen. Große Unternehmer wie die Familie Remy und der Reichtum der Bendorfer Gemarkung an Erzen, Ton, tonhaltigem Sand und Bims waren die Grundlage für diese positive Entwicklung.
Der Keulenschlag 1995 be- endete die Ära „Industriestadt“
Doch immer wieder wurde die Heimatstadt von einschneidenden Katastrophen wie dem großen Brand von 1743, der die Innenstadt verwüstete, dem eisigen Winter 1784, der alle Reben erfrieren ließ und so den Weinbau in der Region abrupt beendete, dem Luftangriff am Silvestertag 1944 als nur noch die Hälfte der Innenstadt unversehrt blieb und zuletzt dem Keulenschlag 1995, der mit der Schließung aller Großbetriebe der Ära „Industriestadt“ ein Ende setzte, tief ins Mark getroffen.
Wie für die Generationen davor galt es, wieder einmal anzupacken, die 95er-Krise von zunächst unüberschaubaren Ausmaßen als Chance zu ergreifen und neue Perspektiven für die Zukunft unserer Stadt zu erarbeiten. Die Erschließung neuer Wohngebiete mit allein 1.500 zusätzlichen Einwohnern in zehn Jahren, die Umwandlung der Didier Werke in ein modernes Einkaufszentrum, die Umstrukturierung der Industriebrache Concordiahütte, große Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen, die Revitalisierung von Schloss Sayn und die zur Zeit laufenden großen Baumaßnahmen auf dem Gelände der Sayner Hütte ließen Bendorf zu einer Stadt im Grünen mit mittelständischen Betrieben - größtenteils im Dienstleistungssektor - und touristischen Attraktionen werden. In seinem Schlusswort lobte der Vorsitzende der Senioren-Union, Hajo Stuhlträger, dem Referenten für seinen Vortrag und stellte fest: „Der Weg in die Zukunft unserer Stadt geht weiter!“ Weiter ging es auch mit der Veranstaltung, denn das Team um Werner Dietz lud mit Debbekoochen und Federweißem zum Gespräch in gemütlicher Runde ein.Pressemitteilung
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