Bendorfer Karneval
Besetzung des Rathauses und Schlüsselübergabe
In diesem Jahr gibt es kein Prinzenpaar, somit musste das Kinderprinzenpaar diese Lücke schließen
Bendorf. Gott Jokus war den Bendorfer Karnevalisten gut gesonnen, als sich bei herrlichem Sonnenschein und erträglichen Temperaturen eine bunte Narrenschar in der Stadtmitte formierte und unter den Klängen des Musikzugs Bendorf in Richtung Rathaus marschierte. Dort wurden die Narren bereits vom neuen Bürgermeister Michael Kessler erwartet, der erst seit Januar dieses Jahres in Amt und Würden ist. Er begrüßte die Abordnungen der Karnevalsvereine und zeigte sich erfreut darüber, dass die Vereine aus allen Bendorfer Stadtteilen erschienen waren und somit das Miteinander pflegten und damit eine lange Tradition fortsetzten. Der Ursprung des Rathausempfangs geht auf die Zeit der ersten Bendorfer Prinzenpaare zurück.
Die Karnevalisten erstürmten Jahr für Jahr das Rathaus und „erzwangen“ so die Übergabe der Stadtschlüssel durch den Bürgermeister an das närrische Regiment. In diesem Jahr gibt es in Bendorf zwar kein neues Prinzenpaar, diese Lücke wurde aber kurzerhand durch eine Abordnung des Hauses des Kindes geschlossen, das mit einem Kinderprinzenpaar und dem närrischen Kinderhofstaat erschienen war. Am Ende seiner Begrüßungsrede zeigte sich der neue Stadtchef noch nicht ganz protokollfest und wurde vom Vorsitzenden des Festausschusses Bendorfer Karneval, Thomas Appelbaum über den weiteren Fortgang der Zeremonie informiert. Die Karnevalisten würdigten dies mit den Schlachtrufen der einzelnen Stadtteile wie „Helau“ für Bendorf, „Hedau“ für Mülhofen, „Sabalä“ für Sayn und „Meck Meck“ für Stromberg.
Bürgermeister übergab symbolisch den „Stadtschlüssel“
Die farbenprächtigen Gruppen begaben sich dann in den bunt geschmückten Sitzungssaal der Stadt. Nachdem die Kindertagesstättenleiterin das Kinderprinzenpaar Prinz Jesko I. und Prinzessin Melissa I. und ihren Hofstaat angekündigt hatte, nahm Bürgermeister Kessler auf einem Kinderstuhl Platz um, wie er sich ausdrückte, auf „Augenhöhe“ verhandeln zu können. Er begrüßte das Prinzenpaar und den Hofstaat noch einmal gesondert und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass sie den Weg in das „große“ Rathaus gefunden hatten. Als Anerkennung übergaben die Kinder ihm einen selbst gebastelten Orden, der ihr diesjähriges Motiv „Steinzeit“ symbolisierte. Nachdem das Kinderprinzenpaar und die Mitglieder des kleinen Hofstaates sich in Versform vorgestellt hatten, übergab Bürgermeister Kessler symbolisch den „Stadtschlüssel“ an den kleinen Prinzen mit seinen besten Wünschen für eine erfolgreiche Regentschaft, von der er sich einen positiven Effekt für die chronisch leeren Stadtkassen erhoffte. Alle Anwesenden waren sich einig, dass wieder einmal die Kleinen die Größten im Saal waren und jeder freute sich mit ihnen über diesen Erfolg. Gemeinsam wurde dann noch in gemütlicher Runde gefeiert.