CDU Stadtverband Bendorf
Besucherzentrum duldet keinen Aufschub
Ein Ortstermin mit der Kreistagsfraktion auf dem Denkmalareal Sayner Hütte
Bendorf-Sayn. Während die Restaurierungsarbeiten auf dem Denkmalreal Sayner Hütte große Fortschritte machen, wird der Ruf nach einem Besucherzentrum immer lauter. 5.000 Besucher kamen allein im zu Ende gehenden Jahre 2013 auf das Gelände. Und das sind nur die, die bei Führungen und einigen Veranstaltungen gezählt werden konnten. „Das Besucherzentrum, das in der Krupp`schen Halle eingerichtet werden soll, muss jetzt zeitnah realisiert werden“, waren sich Bürgermeister Michael Syré und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Bernhard Wiemer beim Ortstermin mit der CDU-Kreistagsfraktion einig. „Wir müssen zum einen unsere Gäste angemessen empfangen, und zum anderen können wir kein Geld verschenken, nur weil uns die notwendigen Einrichtungen fehlen“.
Bis heute gibt es weder sanitäre Anlagen noch Garderoben oder Empfangs- und Aufenthaltsräume auf dem Denkmalareal, obwohl die Sanierung der Gießhalle im kommenden Jahr abgeschlossen sein wird. Deswegen drängen auch die Stiftung Sayner Hütte und der Freundeskreis Sayner Hütte auf die Ertüchtigung der Krupp`schen Halle, die zuvor noch denkmalgerecht zurückgebaut werden muss. Die Besucherzahlen werden nämlich noch deutlich steigen, da das Industriedenkmal von internationalem Rang an Bekanntheit rasant gewinnt - nicht zuletzt durch die Aufnahme in die Bewerberliste zum Weltkulturerbe der Unesco.
Als gemeinsamen Wunsch formulierten die Stadt Bendorf, die Stiftung und der Freundeskreis sowie die Bendorfer Christdemokraten eine Förderung für das Besucherzentrum durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Mittelrhein in einer Höhe von rund 250.000 Euro. Eine finanzielle Förderung der denkmalpflegerischen Maßnahmen an der Gießhalle durch die WFG war nämlich nicht möglich, wohl aber die Förderung eines Besucherzentrums, weil das die Grundlage für einen wirtschaftlichen Erfolg des Denkmalareals schaffen würde.
CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Georg Moesta, der auch Mitglied im WFG-Aufsichtstat ist, machte es bei seiner Antwort spannend: „Die WFG wird im kommenden Jahr keine neuen Maßnahmen mehr in ihr Förderprogramm aufnehmen“, sagte er, fügte dann aber hinzu: „Gemeint sind damit allerdings nur Maßnahmen mit regelmäßig wiederkehrenden Folgekosten. Die fallen bei einem Besucherzentrum Krupp`schen Halle aber nicht an. DIE CDU-Kreistagsfraktion werde sich dafür starkmachen.“
Syré und Wiemer zeigten sich ebenso erfreut über diese Aussage wie die Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung und des Freundeskreises. Denn wenn das auch noch nicht als eine verbindliche Zusage gewertet werden kann, rückt es die Erfüllung des Wunsches doch in den Bereich des Machbaren.
Pressemitteilung
CDU Stadtverband Bendorf