Allgemeine Berichte | 04.05.2013

Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz

Demenz gewinnt immer mehr an Bedeutung

13 neue ehrenamtliche Betreuerinnen

13 Frauen wurden für ihre ehrenamtliche Arbeit mit Demenzkranken geschult. Ein Engagement, für das großer Bedarf besteht.

Kreis Mayen-Koblenz. Im Landkreis Mayen-Koblenz leben schätzungsweise 3.000 Menschen mit Demenz. Die meisten von ihnen werden zu Hause versorgt. Obwohl das Thema Demenz in den öffentlichen Medien zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist es nach wie vor in großen Teilen der Bevölkerung ein Tabuthema. Besonders die Angehörigen leiden unter den Folgen der Krankheit. Nicht nur, weil sie die Pflege und Betreuung sicherstellen müssen, sondern auch, weil sie einen geliebten Menschen Stück für Stück „verlieren“. Um Familien bei der Betreuung ihres dementen Angehörigen zu entlasten, bieten die Sozialstationen im Landkreis Mayen-Koblenz seit einigen Jahren Betreuungsangebote an.

Um neue Helfer auf ihre zukünftige Rolle vorzubereiten, wurde vom Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz wieder eine Schulung zum „Umgang mit demenzerkrankten Menschen“ durchgeführt, an der insgesamt dreizehn ehrenamtliche Frauen vom Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr und vom Deutschen Roten Kreuz teilnahmen. Im Verlauf der Schulung wurden den Teilnehmerinnen Grundlagen zu verschiedenen Formen und Stadien der Demenz, zur Gesprächsführung, zu Methoden des biografieorientierten Arbeitens und der Erinnerungspflege, eine Einführung in die Validationsmethode und weitere Techniken vermittelt, die im Umgang mit altersverwirrten Menschen sinnvoll und hilfreich sein können.

Als Referentin stand wie in den Vorjahren Pädagogin Karin Stahl zur Verfügung. „Wir fühlen uns jetzt gut gerüstet, um demenzkranke Menschen zu begleiten“, so die einhellige Rückmeldung der Teilnehmerinnen am letzten Schulungstag.

Die Betreuungsangebote der Sozialstationen und die damit verbundenen Bildungsmaßnahmen sind nur realisierbar, weil sie vom Landkreis Mayen-Koblenz, vom Land Rheinland-Pfalz und von den Pflegekassen finanzielle Zuwendungen erhalten. Alexandra Kiel, Seniorenbeauftragte im Kreishaus, sieht einen „Riesenbedarf“ an solchen Helfern: „Wir sind froh um jeden Teilnehmer. In einer älter werdenden Gesellschaft ist klar, dass wir in Zukunft noch viel mehr das Ehrenamt einbeziehen müssen, um die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können.“

Wer an einer sinnvollen, ehrenamtlichen Tätigkeit interessiert ist oder Betreuungsangebote in Anspruch nehmen möchte, wendet sich an die Sozialstationen, an die Pflegestützpunkte oder an das Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz, Olaf Spohr, Tel. (0 26 52) 52 83 59. Alle Adressen gibt´s auf der Homepage des Netzwerks Demenz Mayen-Koblenz www.demenz-myk.de unter der Rubrik „Regionale Angebote - Betreuungsangebote“.

Pressemitteilung

Landkreis Mayen-Koblenz

13 Frauen wurden für ihre ehrenamtliche Arbeit mit Demenzkranken geschult. Ein Engagement, für das großer Bedarf besteht.

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