Sonderausstellung im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum
Die Braut trägt Schwarz
Heiraten um die Jahrhundertwende
Bendorf.Wer heutzutage an eine Hochzeit denkt, sieht eine Braut im weißen Brautkleid mit Schleier. Einen weißen Schleier trug sie vor gut 100 Jahren auch, aber oft war ihr Kleid schwarz wie die Nacht. Im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum findet man auch Zeugnisse darüber, dass Frauen sich mit schwarzem, filigranen Eisen schmückten. Inspiriert vom preußischen Eisenschmuck hat Designerin Natascha Klein von der Villa Petersberg ein schwarz-weißes Brautkleid kreiert: „Es soll eine Verbindung schaffen zwischen Tradition und Moderne.“ In der Sonderausstellung sieht man Kunstvolles und Kurioses, liebevoll gehütete Brautkränze und Schleier oder gar eine Heiratsanzeige mit sehr genauen Wünschen bezüglich des Bräutigams. Vergessene Traditionen und rührend bewahrte Liebes- und Lebensgeschichten laden ein auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit.
Die Ausstellungseröffnung findet am Samstag, 8. November, im Rahmen der Hochzeitsmesse „Hochzeitsnacht auf Schloss Sayn“ von 17 bis 23 Uhr statt. Die in die Dauerausstellung des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums integrierte Präsentation „Die Braut trägt Schwarz“ kann bis 14. Dezember auch im Rahmen des Museumsrundgangs besichtigt werden. Öffnungszeiten im November täglich 11 bis 16 Uhr und im Dezember Mittwoch bis Sonntag zur selben Zeit.