Allgemeine Berichte | 12.01.2016

Krippenfahrt des Förderkreises St. Medard

Die Welt der Krippenbauer

Der Zug der drei Könige in der Krippendarstellung der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Hadamar.Karl Rudolf Goergen

Bendorf. Dass sich die Krippenfahrt des Förderkreises St. Medard Bendorf e.V. großer Beliebtheit erfreut wurde auch dadurch deutlich, dass die begehrten Teilnehmerplätze schnell vergriffen waren. Bereits seit fünf Jahren bietet der Verein regelmäßig am 2. Samstag im Januar diese Fahrt an und bietet den Teilnehmern immer wieder neue Einblicke in die Welt der Krippenbauer. Von einer kleinen Kirchenkrippe bis zur größten Wurzelkrippe der Welt reichte diesmal die Bannbreite des Angebotes. Erste Station war das Nachbardekanat Limburg. In der Kirche St. Anna und der Stadtkirche konnten kleine Krippen bestaunt werden, die die Geburt Jesus in interessanter Form darstellten. Die große Krippe im Limburger Dom bietet in neun verschiedenen Szenen Bilder der kirchlichen Liturgie und des Weihnachtsfestkreises. Die aus Lindenholz geschnitzten Tiere und Figuren überzeugen aufgrund ihrer Ausdrucksstärke begeisterten die Besucher.

Zweite Station war das von Limburg benachbarte Hadamar. Es konnte eine imposante Krippe in der Pfarrkirche bestaunt werden, zu deren Entstehungsgeschichte Pfarrer i.R. Dieter Lippert eine interessante Einführung gab. Bemerkenswert ob der Größe der Figuren und Tiere ist bei dieser Krippe der Zug der drei Könige, der schon monumentale Charakterzüge zeigt.

Gleich mehrere hundert Krippen konnten im wenige Meter entfernt liegenden Krippenmuseum Hadamar bestaunt werden. In der ehemaligen Stallmeisterwohnung des dortigen Schlosses werden Krippen aus aller Welt präsentiert, die Pfarrer Lippert zusammengetragen hat. Dabei ist es interessant zu sehen, wie die gleiche Aufgabenstellung von unterschiedlichen Kulturen und Krippenbauern gesehen und dargestellt wird.

Gleich in der Nachbarschaft zu Bendorf, in Waldbreitbach, war die dritte Station der Bendorfer Besuchergruppe

. Die große Wurzelkrippe in der Pfarrkirche ist jährlich Anziehungspunkt für tausende Besucher. Von einem der Krippenbauer wurde die Arbeit zum Aufbau der jährlich immer wieder neu errichteten Krippe eindrucksvoll geschildert. Auf den ersten Blick gar nicht erkennbare Darstellungen und Details zogen die Besucher in ihren Bann.

Das Waldbreitbach sich den Beinamen „Krippen- und Weihnachtsdorf“ erworben hat, liegt sicherlich auch an der Großausstellung „Krippen- und Bibelwelt“ der Familie Hertling. Weit mehr als 2.000 Krippen, darunter die größte Wurzelkrippe der Welt, sprengen schon das Vorstellungsvermögen an eine „normale“ Krippenausstellung. Die Vielfalt, der an der Fahrt gewonnen Eindrücke, wurde dann bei einer gemütlichen Einkehr und einem guten Abendessen unter den Teilnehmern lebhaft besprochen. Natürlich konnte die Frage, ob auch nächstes Jahr wieder eine Krippenfahrt stattfindet, mit Ja beantwortet werden.

Der Zug der drei Könige in der Krippendarstellung der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Hadamar.Foto: Karl Rudolf Goergen

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