Politik | 20.07.2015

Neues Eingangsgebäude am Bimsmuseum Kaltenengers

„Dieses Museum ist das Erbe unserer Bimsregion“

„Dieses Museum ist das Erbe unserer Bimsregion“

Kaltenengers. Landrat Dr. Alexander Saftig enthüllte vor zahlreichen Gästen, als Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Kulturelles Erbe der Bimsindustrie“, das Schild „Deutsches Bimsmuseum“ am neuen Eingangsgebäude in Kaltenengers. Danach segnete Pastor Thomas Gerber das neue Gebäude ein, in dem auch sanitäre Anlagen für Mitarbeiter und Museumsbesucher untergebracht sind. Zuvor hatte der Landrat auf die Entstehung des Kaltenengerser Bimsmuseum zurückgeblickt, das auf eine Idee des Unternehmers Lambert Mohr zurückging. „Dr. Heinz Genen und Joachim Altenhofen saßen zur Vereinsgründung bei mir im Büro und sagten: Dann sind Sie Vorsitzender oder wir gehen nach Neuwied“,  erinnerte sich Dr. Saftig und löste damit Gelächter aus.  Er zeigte sich erfreut darüber, dass das neue Eingangsgebäude ohne öffentliche Gelder ausgekommen ist und dankte Banken, Sparkassen, dem Vulkanpark, Firmen und Privatleuten für die Finanzierung dieses Projekts. Apropos Vulkanpark: „Wer sagt, Bims hat nichts mit Vulkanismus zu tun, der hat es nicht verstanden.

Wer wie ich in Weißenthurm geboren ist, ist zwischen Bimssteinen aufgewachsen“, meinte der Landrat und wandte sich an die Rentner: „Wer außer Euch kann diese Maschinen oder das Förderband noch in Gang bringen? Dieses Museum ist das Erbe unserer Bimsregion, und wir haben noch viel Arbeit, bis die Massen von Besuchern kommen, von den 200.000 des Vulkanparks sollten auch einige hierhin gehen“, forderte Dr. Saftig. Zuvor hatte Dieter Heller, Geschäftsführer des Vereins, unter den zahlreichen Gästen auch den Präsidenten der SGD-Nord Dr. Ulrich Kleemann, MdL Josef Dötsch, VG-Bürgermeister Georg Hollmann, Vertreter von Bau- und Bimsfirmen, sowie die stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Dr. Heinz Genen und Joachim Altenhofen, Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer begrüßt, die bisher etwa 5.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit in das Deutsche Bimsmuseum investiert hatten. „Der gemeinnützige Verein Kulturelles Erbe der Bimsindustrie hat sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Bimsindustrie in einem in den Vulkanpark eingebettetem Bimsmuseum der Öffentlichkeit näher zu bringen“, stellte Heller die Vereinsarbeit vor und blickte zurück auf die Entstehung des Bimsmuseums: „Landrat Dr. Saftig fand in dem Betriebsgelände der Familie Dott in Kaltenengers den geeigneten Standort, um die Museumsideen umzusetzen. Dr. Geenen konnte dann auf einem Betriebsausflug die Pensionäre der Firma KANN dazu bewegen, bei der Gestaltung des Museums mitzuwirken. So trafen wir uns im Herbst 2012 in dieser Halle, um diese zu weißen und innen mit einem Plattenbelag zu versehen. Als die Halle fertig war, saßen wir auf Bierbänken in der Halle und Dr. Geenen sagte zu mir: Jetzt brauchen wir ein Gesamtkonzept.“ Das wurde dann erarbeitet und nach und nach kamen von außen immer mehr Ideen zur Umsetzung dieses Konzepts. „Parallel dazu entwickelten wir ein Schulkonzept, das wir heute schon in zahlreichen örtlichen Schulen verteilt haben und diese Schulen machen regen Gebrauch davon und dem abschließenden Besuch im Bimsmuseum. Die Kinder können hier selber Steine herstellen und halten das sicherlich in bleibender Erinnerung“, ist Dieter Heller überzeugt. Er führte dann die Gäste durch das Deutsche Bimsmuseum, wo vom handgefertigten Bimsstein bis zur heutigen Bimsfertigwand alles eindrucksvoll dargestellt wird.

Das Schild „Deutsches Bimsmuseum“ enthüllte Vereinsvorsitzender Landrat Dr Alexander Saftig.

Das Schild „Deutsches Bimsmuseum“ enthüllte Vereinsvorsitzender Landrat Dr Alexander Saftig.

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