Vermisste und Gefallene aus Sayn
Dokumente, Fotos, Sterbezettel und Gegenstände
Sayner Heimatfreunde zeigen Fritz Bodes Ausstellung
Bendorf-Sayn. Fritz Bode hat diese Ausstellung mit Dokumenten, Fotos, Sterbezettel und Gegenständen in einer Zeit zusammen getragen, als es noch keine Möglichkeit der Internetrecherche gab. An seiner alten Reiseschreibmaschine hat er Briefe fast rund um den Globus geschickt, um Informationen über die Vermissten und Gefallenen des Zweiten Weltkrieges zu bekommen. Dieser Krieg hinterließ auch in Sayn tiefe Wunden. „Die Kriegstoten mahnen, für den Frieden zu leben“, das war der Leitsatz für den langjährigen Heimatfreunde-Sprecher Fritz Bode, damit die Wirren und der Irrsinn der Kriege nicht in Vergessenheit geraten möge. 140 Gefallene und 34 Vermisste waren zu beklagen, darunter auch zahlreiche jüdische Mitbürger, die in Vernichtungslagern umkamen. Der Suchdienst des Roten Kreuz war eine gute Quelle für Fritz Bode, der über fünfzehn Jahre geforscht hatte. Die Feldpostbriefe seiner Sammlung machen schnell deutlich, wie die Lage an der Front war, sie beschreiben Sorgen, Nöte und Heimweh. Vielen Familien konnte er mit seinen Recherchen zumindest mitteilen, in welcher Gegend die Angehörigen wahrscheinlich verstorben waren. Die Vereinigung der „Sayner Heimatfreunde“ zeigt die Ausstellung am Sonntag, 27. Oktober, von 10 bis 17 Uhr, im Saal des Gasthauses „Lindenhof“ in Sayn. Der Eintritt ist frei. -PS-