Allgemeine Berichte | 20.08.2014

Das Einsatzstellen-Sicherungs-System des THW

ESS bringt mehr Sicherheit

Das neue Überwachungssystem ESS soll dem THW helfen einsturzgefährdete Gebäude schneller zu erkennen

Übergabe des ESS im Remscheid im Juli 2014 THW

Bendorf. Nach langen Jahren der Konzeption und Erprobung erhält das Technische Hilfswerk (THW) die Ausstattung, auf die viele THW-HelferInnen und Insider schon lange gewartet haben: Das Einsatzstellen-Sicherungs-System; kurz ESS genannt. Die Aufgabe des ESS ist die Sicherung und Überwachung von angeschlagenen oder einsturzgefährdeten Gebäuden und Konstruktionen. Weiterhin ist die Überwachung von geologischen Formationen (Berge und Berghänge) sowie von Objekten aus dem Tiefbau (Stützwände, Tunnel etc.) und wasserwirtschaftliche Bauten (Deiche) möglich.

Detailgenaue Messung

Für die Überwachung werden an den gefährdeten Bauwerken Messpunkte angebracht, welche dann permanent mithilfe der hochmodernen Technik überprüft werden. Sollten diese Punkte in Bewegung geraten, wird ein Alarm ausgelöst, der dann die entsprechenden weiteren Maßnahmen veranlasst. Wenn das Anbringen der Messpunkte, aufgrund von großer Höhe, oder in der Tiefe , einmal Schwierigkeiten bereiten, können die Höhenretter des THW Bendorf hinzugezogen werden. Das ESS soll vorrangig zur Sicherung von Helfern im Einsatz genutzt werden, kann aber ebenso einsatzabhängig zum Schutze der Zivilbevölkerung oder in Amtshilfe eingesetzt werden. Auch ein gleichzeitiger Betrieb mehrerer Systeme an einem Einsatzort ist möglich.

Erprobung des ESS

Es existierten bereits zwei ESS zur Erprobung im THW, die unter anderem schon beim Einsturz der Eislaufhalle in Bad Reichenhall und des Kölner Stadtarchives eingesetzt wurden. Mit der aktuellen Auslieferung von 15 weiteren ESS wird es eine bundesweite Abdeckung mit 17 Geräten geben.Einer dieser Gerätesätze ist ab sofort beim THW Koblenz stationiert und wird von den Baufachberater des THW aus dem Geschäftsführerbereich Koblenz, welche in den Ortsverbänden Bendorf, Koblenz und Sinzig stationiert sind, genutzt. Baufachberater beurteilen einsturzgefährte Gebäude und beraten die Einsatzleitung bei den notwendigen Abstützmaßnahmen.

Mit dem ESS besitzt das THW ein Schutzsystem mit Alleinstellungsmerkmal, dass den Schutz von Helfern und Privatpersonen in Einsatzgebieten in besonderer Weise unterstützt.

Übergabe des ESS im Remscheid im Juli 2014 THW

Übergabe des ESS im Remscheid im Juli 2014 Foto: THW

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