Allgemeine Berichte | 03.03.2015

Eröffnung der touristischen Saison im Kulturpark Sayn

Ein Programm mit viel Abwechslung

Gaben Auskunft über neue Aktivitäten (v.l.): Karin Planck-Dietz, Bürgermeister Michael Kessler, Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein.-GM-

Sayn. Auf einer Pressekonferenz in den historischen Mauern des Denkmalareals der Sayner Hütte gab Bürgermeister Michael Kessler die Saisoneröffnung 2015 des Kulturparks Sayn der Öffentlichkeit bekannt. Ihm zur Seite informierten der Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung Werner Prümm, Frau Karin Planck-Dietz und Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein über die geplanten Highlights in der Saison 2015. Flankiert wurde die städtische Abordnung stilvoll von der Schmetterlingskönigin Katharina Michels und - aus dem Theater im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum - die „Gnädige Frau“ (Stephanie Geifes) mit ihrem emsigen „Hausmädchen Mariechen“ (Heike Kamp). In dem Kulturpark Sayn verbinden sich verschiedene touristische Bereiche scheinbarer Gegensätze und versprechen daher einen abwechslungsreichen Besuch: Neugotisches Schloss und trutzige Stammburg, romantische Hochzeitskapelle und eherne Gießhalle, römischer Wachturm und Abenteuer-Kletterwald, idyllischer Schlosspark und romanische Abtei, historische Kornmühle, Eisenkunstguss-Museum und Schmetterlingsgarten, in dem filigrane Falter aus fernen Ländern in einer tropischen Zauberwelt frei zwischen den Besuchern von Blüte zu Blüte fliegen und hautnah beobachtet werden können.

Bürgermeister Kessler zeigte sich erfreut über die positiven Gästezahlen, die auch im letzten Jahr wieder gestiegen sind. So konnten in Bendorf über 200.000 Tagesgäste begrüßt werden, auch die Übernachtungen lagen mit 33.000 über den Zahlen der Vorjahre. Somit bekleidet Bendorf, nicht zuletzt durch das vielfältige touristische Angebot im Stadtteil Sayn, eine führende Position bei den Gästezahlen in Rheinland-Pfalz im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Das erfolgreiche Jahr und die attraktiven Angebote und Veranstaltungen im Kulturpark Sayn lassen die touristischen Einrichtungen und die Gastronomie in Bendorf optimistisch in die neue Saison blicken. Es sind vielfältige Aktionen, Ausstellungen und Veranstaltungen im Kulturpark Sayn geplant. Den Anfang macht der Garten der Schmetterlinge mit einem Projekt des Architekten und Künstlers Felix Heinrich aus Österreich mit der „Architecture Art“ bis Dienstag, 21. April.

Ab Mittwoch, 8. April, erinnern das Rheinische Eisenkunstguss-Museum und die Stiftung Sayner Hütte an 200 Jahre Preußen am Rhein mit vielen Führungen, Vorträgen und Ausstellungen. Die freundlichen Mühlenführer erklären gerne von Ostern bis Allerheiligen jeden Sonntag in der Heins Mühle die Funktion der alten Wassermühle am romantischen Brexbach.

In neuem Glanz

Die Abtei Sayn wird sich gegen Ende des Jahres nach intensiven Sanierungsmaßnahmen in neuem Glanz präsentieren. In der besonderen Atmosphäre der Abteikirche und des wunderbar farbigen Kreuzgangs finden auch in diesem Jahr wieder hochklassige Veranstaltungen und Orgelkonzerte statt wie zum Beispiel eine Veranstaltung im Rahmen des Mittelrhein Musik-Festivals - Katja Riemann trifft Sebastian Knauer - eine musikalisch untermalte Lesung im romantischen Kreuzgang der altehrwürdigen Abtei Sayn.

Ein weiterer Besuchermagnet ist Schloss Sayn mit dem Rheinischen Eisenkunstguss-Museum. Das abwechslungsreiche Führungsprogramm mit konventionellen oder szenischen Führungen vermittelt unterhaltsame Information für alle Altersgruppen. Besonders beliebt bei Besuchern ist das Museumstheater, hier wird die Geschichte der Stadt und der Region humorvoll und authentisch dargestellt.

Das neue Action-Adrenalin-Paket im Kletterwald Sayn mit Tree-Running, Angel Falls und Rock den Himalaya ist genau das richtige für alle, die Spaß am aktiven Naturerlebnis haben. Die Bäume des Kletterwaldes über der Abtei Sayn sind übrigens die höchsten in Rheinland-Pfalz.

„Betreten erwünscht“

Trotz der im großen Umfang stattfindenden Baumaßnahmen auf dem Areal Sayner Hütte heißt es ab Sonntag, 28. Juni, „Betreten erwünscht“. In der sanierten Gießhalle und dem Rheinischen Eisenkunstguss-Museum wird mit der Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe „Krupp und Sayn“ das Wirken der Unternehmerfamilie Krupp in Sayn inszeniert. Bisher unveröffentlichtes Bildmaterial und Produkte aus kruppscher Zeit, interessante Vorträge und Exkursionen vom 28. Juni bis 04. Oktober 2015 sind ein besonderer Anlass, die Sayner Hütte und Schloss Sayn zu besuchen.

Am Freitag, 1. Mai, gibt es in Bendorf „Geschichten to go“, bei einer Wanderung liest Schauspieler André Wittlich (bekannt als der „Ewige Soldat“) an verschiedenen Stationen gruselige, lustige und romantische Texte. Eine der vier Stationen ist der Römerturm auf dem Pulverberg im Sayner Wald. Das Areal rund um die Turmrekonstruktion aus dem Jahr 1912 ist jetzt noch attraktiver, da die Blickachse auf Sayn und das Rheintal freigeschnitten wurde und nun einen traumhaften An- und Ausblick bietet.

Damit ist der Römerturm am Kreuzungspunkt von Rheinsteig und Saynsteig umso mehr ein Ausflugspunkt für Wanderer in der traumhaften Landschaft zwischen Rhein und Westerwald.

Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein wies abschließend noch darauf hin, dass auch in diesem Jahr das Schloss Sayn mit der Schlosskapelle ganzjährig für Hochzeitsfeierlichkeiten zur Verfügung steht.

Viele weitere Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Führungen, Veranstaltungen und Buchung von Unterkünften hält die Tourist-Information bereit, die auch über das Internet unter www.bendorf.de und www.sayn.de erreicht werden kann.

Die „Gnädige Frau“ (Stephanie Geifes) mit ihrem emsigen „Hausmädchen Mariechen“ (Heike Kamp).

Die „Gnädige Frau“ (Stephanie Geifes) mit ihrem emsigen „Hausmädchen Mariechen“ (Heike Kamp).

Gaben Auskunft über neue Aktivitäten (v.l.): Karin Planck-Dietz, Bürgermeister Michael Kessler, Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein.Fotos: -GM-

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