SV Sayn - Juniorenfußball
Ein Wochenende im Trainingslager
D- und E-Junioren verbrachten gemeinsam ein lehrreiches Wochenende „am Ball“
Sayn. Der Motorenbauer Lutz Rosenbaum sitzt mürrisch im Auto auf der Fahrt nach Hause. Die Wettervorhersage verheißt nichts Gutes: Ein Tief schickt sich an, Wind und Regen ins Sayntal zu schaufeln. „Scheibenkleister“, flucht er in sich hinein, denn das sind keine guten Vorzeichen für ein Fußball-Camp.
Aber der Routinier Rosenbaum weiß, dass es für überzeugte Fußballer kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur schlechte Einstellungen. Regen heißt im Stadion schlicht „Fritz-Walter-Wetter“. Also ab nach Hause, den wartenden Sohn abgeholt, die von Gerz-IT gesponserte Trainerjacke angezogen und ab geht es auf den Platz. Ortswechsel - D-Jugend-Spielerin Eloise Descourvières, Sextanerin in Schönstatt, freut sich schon den ganzen Tag auf das Trainingswochenende im Sayntal. Am Freitagmittag nimmt sie sogar noch in der siebten Stunde freiwillig an der Mädchen-Fußball-AG der Vallendarer Marienschule teil, bevor sie sich auf den Weg in die Sayntal-Arena macht. Dort legen um 16 Uhr die D-Jugend und die E1-Jugend unter der Anleitung des Trainerquintetts Dirk Schade, Lutz Rosenbaum, Frank Matthies, Deniz Görgün und Sascha Harbisch mit ihrem abwechslungsreichen Trainingsprogramm los.
E-Jugendlichen werden früh an das D-Jugend-Niveau geführt
„Wir bereiten uns auf die Rückrunde mit Übungen zur Koordination und zu Lauftechniken vor. Dabei ist es mir wichtig, dass diejenigen Kinder der E-Jugend, die altersbedingt in der nächsten Saison in der D-Jugend spielen werden, schon heute zusammen mit den alten Hasen der D-Jugend trainieren“, gibt Frank Matthies die Zielrichtung vor. Für Dirk Schades E-Jugend beginnt mit der Rückrunde zudem eine neue Zeitrechnung. Seine E1 spielt in der Leistungsklasse und hat sich in der Hallenrunde mit beeindruckenden Turniersiegen bereits „warmgeschossen“. Deniz Görgün, Frank Matthies und Sascha Harbisch wollen ihre noch junge D-Jugend, die furchtlos den gesamten Winter über draußen trainierte, weiter stabilisieren und sie gut auf die Rückrunde in der Staffel vorbereiten.
Die Kinder indes tangieren solche konzeptionellen Überlegungen weniger. Sie alle freuen sich wie Eloise Descourvières auf das große Event Fußballwochenende am Bach bei Lagerfeuer, Grill, Heimkino, Übernachtung und Frühsport. Alexandra Splettstößer und sein Team sorgen dabei liebevoll für das leibliche Wohl: „Mir geht das Herz auf, wenn ich die Kinder mit dieser Begeisterung an der frischen Luft trainieren und während der Pausen am Lagerfeuer sitzen sehe.“ Dabei sind Trainingslager der Sayner Vereinsjugend nicht allein die Sache weniger Trainer. Jugendleiter Dirk Schade freut sich besonders, dass viele weitere Trainer und Eltern sich blicken lassen und der gesamte Vorstand präsent ist: „Das zeigt, dass wir hier im Sayntal Vorstands- und Trainingsarbeit ideal vereinen. Eltern, Vorstand und Trainer ziehen an einem Strang. Eine Trennung zwischen Sportpraktikern und Funktionären gibt es nicht. Damit bewegen sich alle Verantwortlichen des Vereins sprichwörtlich auf Ballhöhe.“
Dem großen Einsatz aller Beteiligten winkt Dank vom Himmel: Es bleibt trocken. Mit Lob und Anerkennung ganz anderer Art für die Sayner Jugendarbeit wartet Hauptsponsor Heiko Gerz von Gerz-IT auf, der die Investitionsschleusen in der Winterpause weit geöffnet hat. Für alle Sayner Jugendmannschaften hat er neue Trainingsanzüge besorgt: „Für mich ist klar, dass ich die vorbildliche Jugendarbeit im Sayner Fußball unterstütze, wo ich kann“, bekundete er überzeugt.