Beim Hallenfußball in Bendorf standen Inklusion und Integration im Vordergrund
Ein spezielles Soccer-Turnier
Bendorf. Premiere in der Sporthalle des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums: Zum ersten Mal startete hier ein multikulturelles inklusives Soccer-Turnier. Was das heißt, erklärte Fatma Sönmez vom Vorstand des Hauptorganisators Bendorf Türk Gücü (türkischer Fußballverein): „Aus den 50 jugendlichen Teilnehmern wurden acht Mannschaften gebildet, in denen je einer mit Behinderung und einer mit Migrationshintergrund ist.“
In Erinnerung an die Weltmeisterschaft bekamen die Mannschaften Ländernamen, wer in welche Mannschaft kam, wurde vor Beginn des Soccer-Turniers ausgelost. Obwohl die Teams hart um den Sieg kämpften, stand dieser nicht im Vordergrund, sondern die Sensibilisierung für Integration und Inklusion und das beim gemeinsamen Fußballspielen Fairness und Toleranz gelernt wird.
Das Soccer-Turnier unterstützten die Polizeiinspektion Bendorf und Special Olympics Rheinland-Pfalz, die Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie boten in den Nebenräumen einen Gesundheitscheck, unter anderem mit Blutdruckmessung und Infos für gesunde Ernährung. Der türkische Elternbund hatte mit Obst und Getränken für die Verpflegung der Spieler gesorgt. Für die zahlreichen Zuschauer wurden deutsche (Siedewürstchen, Kaffee und Kuchen) sowie türkische Speisen wie Teigtaschen mit Käse und verschiedene Salate angeboten.
Insgesamt waren 15 Helfer für die Organisation dieses Soccer-Turniers notwendig. „Aber auf ein Rahmenprogramm haben wir bewusst verzichtet, weil man sich auf die Spiele konzentrieren soll“, erläuterte Fatma Sönmez.
Auch wenn die Siege nicht unbedingt im Focus standen, freuten sich die jungen Hallenfußballer am Ende des Turniertags doch über Pokale und Preise, die unter anderem von Sponsoren gestiftet worden waren.