Senioren-Union Bendorf
„Erben und Vererben“
Rechtsanwalt Michael Kessler rät in seinem Gastvortrag zur rechtzeitigen Vorsorge
Bendorf. Mit der provokativen Feststellung, „dass wir auf die Wahl einer Auto- oder einer Hausratversicherung mehr als dreimal so viel Energie, Zeit und Aufmerksamkeit verwenden, wie auf Verfügungen, die uns und vor allem unsere Nächsten direkt und persönlich betreffen“, eröffnete Rechtsanwalt Michael Kessler seine Ausführungen zum Thema „Erben und Vererben“. In Anwesenheit des Landtagsabgeordneten Josef Dötsch und des Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Bernhard Wiemer betonte er, dass das, was man zu Lebzeiten nicht regele, später die Nachkommen machen müssten und das gehe oft nicht gut aus. Ein Abwarten könne oft zu einem bösen Erwachen führen. Immer mehr Deutsche profitierten als Erben davon, dass ihre Eltern und Großeltern in den vergangenen Jahrzehnten Vermögenswerte aufbauen konnten. So gehörte künftig die Mehrheit der Deutschen zur „Erbengeneration“. Umso wichtiger sei es - trotz gesetzlich geregelter Erbfolge - rechtzeitig, „die letzten Dinge“ zu regeln. Im weiteren Verlauf zeigte Michael Kessler an einer Vielzahl von konkreten Beispielen auf, was passieren kann, wenn kein Testament vorhanden ist und welche Verfügungen man zu welchem Zweck rechtzeitig treffen sollte. Das anschließende Gespräch ging weit über das Thema hinaus. Hier wurde die Verbindlichkeit der Patientenverfügung, die sich Ärzte, vor allem in Kliniken, zu Beginn einer Behandlung vorlegen lassen, ebenso angesprochen, wie die Vorsorgevollmacht, mit der eine Person des Vertrauens anstelle eines geschäfts- und einwilligungsunfähigen Menschen handeln darf. Mit herzlichen Worten bedankte sich der Vorsitzende der Bendorfer Senioren-Union Hajo Stuhlträger bei dem Referenten nicht nur für den informativen Nachmittag, sondern auch für sein jahrzehntelanges Engagement für Bendorf und seine Bürger, was ja auch in seiner Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des CDU-Stadtverbandes gewürdigt wurde. Gut war es, dass die Anwesenden im Anschluss an den phasenweise aufrüttelnden Vortrag im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins im Gespräch mit Michael Kessler und untereinander noch offene Fragen klären und Erfahrungen austauschen konnten.
Pressemitteilung der
Senioren-Union Bendorf