Neujahrsempfang der Grünen Kreisverband Mayen-Koblenz in Bendorf
„Grüne auf Rekordhoch im Land“
Beim Neujahrsempfang war die Darlegung der politischen Arbeit Hauptthema
Bendorf. Die politische Arbeit der Partei Bündnis90/Die Grünen war Hauptthema beim Neujahrsempfang des Kreisverbandes Mayen-Koblenz in Bendorf.
Deren Sprecher Klaus Meurer freute sich, unter den Gästen neben den Referenten unter anderem auch den ersten Kreisbeigeordneten Bernhard Mauel, den Vallendarer Bürgermeister Fred Pretz sowie den Mayener Oberbürgermeister Wolfgang Treis begrüßen zu können. Der junge Ferhat Yalcinkaya, zweiter Sprecher des Ortsverbands Bendorf, war stolz darauf, dass der Kreisverband seinen Neujahrsempfang nach Bendorf gelegt hatte.
Die grüne Landtagsabgeordnete Katharina Raue, ebenfalls Mitglied des Bendorfer Ortsverbands, appellierte an Frauen sich für Ämter zur Verfügung zu stellen und weiter: „Die Grünen sind auf einem Rekordhoch im Land. Auch im Kreis gab es noch nie so viele Listen und Kandidaten.“ Sie meinte, dass es durch das neue Konzept der Landesregierung auch der Stadt Bendorf finanziell bald etwas besser gehe. Für die Region forderte sie: „In Mülheim-Kärlich muss der AKW-Kühlturm endlich abgerissen werden, damit auf dem Gelände eine Anlage für erneuerbare Energie entstehen kann.“
Die Landtagsabgeordnete Nicole Müller-Orth beschäftigte sich unter anderem mit dem Problem Kinderbetreuung und Mandat, der Demo für artgerechte Tierhaltung, einer Landwirtschaft ohne Chemie und Gentechnik und plädierte daher für eine regionale Futtermittelerzeugung. Unterstützung für die grünen Kreisverbände im Wahlkampf versprach Landesvorsitzender Thomas Petry. „Wir müssen dafür sorgen, dass Griechenland wieder stark wird“, rief die Hauptrednerin Elisabeth Schroedter aus, die für die Grünen Abgeordnete im Europäischen Parlament ist.
In der Energieversorgung müsse Deutschland als eine größten Wirtschaftsmächte der Welt Vorbild sein. Die erneuerbaren Energien schaffen auch Arbeitsplätze, so Müller-Orth. Weitere Themen waren die Wasserversorgung, die bei den Kommunen bleiben müsse und, dass mit der Diskussion über sogenannten „Sozialtourismus“ das Ansehen von Deutschland beschädigt werde. Schließlich sei Freizügigkeit in der EU klar geregelt und dürfe nicht eingeschränkt werden. Bei der Sozialhilfe müsse aber geprüft werden, ob dafür ein Recht vorliege.
Die Europaabgeordnete, ging auch auf das Thema Jugendarbeitslosigkeit in der EU ein. Nach spätestens vier Monaten hätten Jugendliche ein Recht auf einen Arbeits- oder Praktikumsplatz. Dafür sei genügend Geld aus dem Europäischen Sozialfonds vorhanden. Beim Neujahrsempfang in der Gaststätte Stadt Bendorf präsentierte das Jazz-Trio „ZAZOU“ ihr Programm. Die drei Musiker Guido Orth-Gauch, Joachim Grundhewer und Frank Schneider aus dem Raum Koblenz begeisterten unter anderem mit groovenden Klängen.
