Feuerwehr Bendorf am Spannungssimulator geschult
Gut ausgebildet für neue Herausforderungen
Motorsäge kommt heute immer öfter zum Einsatz
Bendorf. Wibke, Kyrill, Emma und Xynthia sind nicht nur Namen, sondern Wetterphänomene mit weitreichenden Auswirkungen. Diese Naturgewalten stellen die Feuerwehren zunehmend vor eine neue Herausforderung im freiwilligen Einsatzdienst. Damit verbunden ist auch eine höhere Unfallgefahr. Um dieser Gefahr entgegen zu wirken, wurde nun erstmalig in der Feuerwehr Bendorf auf Initiative des Löschzugführers der Einheit Sayn, Rainer Holler, eine gemeinsame Aus- und Fortbildung am sogenannten Spannungssimulator des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz durchgeführt. Der Referatsleiter, Ralf-Felix Kespe, aus Montabaur und sein Sohn Tim standen als Instruktoren für die Ausbildung zur Verfügung. Im Vorfeld wurde mit dem städtischen Revierförster, Herrn Biewer, ein entsprechender Baumbestand für die Ausbildung zugewiesen. Zunächst wurde im Feuerwehrgerätehaus Sayn die Schutzkleidung überprüft und die Sicherheitseinrichtungen einer Mortorkettensäge und das Thema Unfallverhütung behandelt.
Danach fuhren die Kräfte gemeinsam in den Stadtwald, in Höhe des „Sträßchens“. Dort wurde in zwei Gruppen zum einen das Fällen eines Baumes praktiziert, zum anderen der Einsatz der Kettensäge bei unter Spannung stehendem, liegendem Holz. Das Ziel dieser ganztägigen Veranstaltung war das Erlernen der richtigen Schnitttechnik bei verspanntem Holz. Der Spannungssimulator ist dabei auf einem Autoanhänger montiert und mit einer variablen Vorrichtung für die Simulation von unter Spannung stehenden Bäumen ausgerüstet. Aufbau und Funktionsweise des Simulators: Der wesentliche Teil des Spannungssimulators ist ein zentraler Ring mit einem Durchmesser von circa einem Meter. Darin befindet sich ein hydraulisch, per Handbedienung, angetriebener Druckzylinder, der das Holz, das vorne und hinten fixiert ist, spannt. Dieser Ring ist drehbar, sodass jede beliebige Verspannung simuliert werden kann. Der Kettensägenführer steht auf einem rutschsicheren Podest, das durch ein Geländer vor Absturz schützt. Da das Holz im Mittelring eingespannt ist, herrschen kontrollierte Bedingungen für den Motorsägenführer vor, um im Übungsbetrieb den maximalen Unfallschutz zu gewähren. Gleichzeitig wurde auch durch die Instruktoren der Gebrauch und die Sinnhaftigkeit der persönliche Schutzausrüstung (Schnittschutzhose, Forsthelm, Handschuhe, Forstsicherheitsschuhe) vermittelt.
An der Fortbildung nahmen teil: Rene Geißler, Marcel Holler, Marc Metzler, Wolfgang Nett, Silvio Becker, Frank Lohrum (Sayn), Michael Herpel (Mülhofen), Thomas Michels, Martin Nestmann, Alexander Tkatschenko (Stromberg).PS