Allgemeine Berichte | 23.03.2026

Wasserstoffforschung Bendorf

HYDROFUTURE: Innovatives Wasserstoffprojekt in Bendorf und Universität Koblenz startet

Übergabe des Förderbescheids durch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt in Koblenz.

Die Stadt Bendorf und die Universität Koblenz starten mit dem Projekt HYDROFUTURE eine gemeinsame Forschung zur Nutzung von Wasserstoff in der Industrie. Eine neue Experimentalanlage soll wichtige Grundlagen für CO₂-Reduktion und Technologietransfer schaffen.

Bendorf. Die Stadt Bendorf und die Universität Koblenz intensivieren ihre Zusammenarbeit im Bereich der Wasserstoffforschung. Aus dem Kooperationsnetzwerk „HyStarter Bendorf“, an dem auch die Hochschule beteiligt war, ist nun ein erstes gemeinsames Projekt hervorgegangen.

Im März 2026 erhielt die Universität Koblenz einen Förderbescheid in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln für das Projekt „HYDROFUTURE“. Die Förderung wurde durch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt an Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Wehner übergeben. Auch Bendorfs Bürgermeister Christoph Mohr nahm an der Übergabe teil.

Ziel von HYDROFUTURE ist der Aufbau einer innovativen Experimentalanlage zur Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Wasserstoffatmosphären und keramischen Materialien. Damit sollen wichtige Grundlagen für den Einsatz von Wasserstoff in energieintensiven Industrien geschaffen und Beiträge zur CO₂-Reduktion geleistet werden.

Synergien zwischen Universität Koblenz und Stadt Bendorf nutzen für Forschungsausbau

Da auf dem Gelände der Universität räumliche Kapazitäten begrenzt sind, wurden frühzeitig Synergien mit der Stadt Bendorf geprüft. Vor dem Hintergrund der Entwicklung des Rheinhafens zu einem Wasserstoff-Hub bietet sich der Standort als ideale Ergänzung an. Die Stadt Bendorf hat gemeinsam mit den Stadtwerken angeboten, die Kreuterhalle in der Unteren Rheinau entsprechend umzubauen und für Forschungszwecke herzurichten.

Geplant ist, dort ab Herbst 2027 eine Forschungsstätte einzurichten, in der die Experimentalanlage über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren betrieben werden soll. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen und den Technologietransfer in die Wirtschaft stärken.

Kooperationsvertrag als Basis für langfristige Zusammenarbeit zwischen Stadt und Universität

Darüber hinaus soll die langfristige und zukunftsweisende Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bendorf und der Universität Koblenz in einem Kooperationsvertrag festgeschrieben werden.

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Übergabe des Förderbescheids durch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt in Koblenz. Foto: Uni Koblenz / Felix Schlief

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