Heimatarchiv Sayn
Heimatarchiv soll künftig Interessierten wieder offen stehen
Bendorf-Sayn. „Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen“, sagte schon der römische Philosoph Marcus Tullius Cicero. Das „Heimatarchiv Sayn“ hat nun neue Räumlichkeiten gefunden. Die Unterlagensammlung über Firmen, Bauwerke, Straßenzüge, Familien, Traditionen und vieles mehr ist über die Jahre angewachsen und die einstigen kleinen Sammlungen von Fritz Bode, Franz-Josef Nieth und Fritz Pohlmann sind stetig ausgebaut und erweitert worden. In der sogenannten „Klään Schull“ hat die Sammlung nun Einzug gehalten. Dies allerdings war nur möglich dank zahlreicher Personen, die sich ihrer Heimat und der Heimatpflege verpflichtet fühlen und dafür leben. In diesem Falle haben sie sich kräftemäßig oder technisch enorm eingesetzt. Daher ist die Anerkennung des Heimatforschers Peter Siebenmorgen - der nun seit 30 Jahren seine Sammlung kontinuierlich erweitern konnte - kaum in Worte zu fassen. Ein großes Lob an Andreas und Helmut Splettstößer vom Bendorfer Dachdeckerbetrieb, die mit ihren technischen Möglichkeiten sehr kurzfristig die Aktion gerne unterstützt haben. „Für die Sääner sind wir immer aktiv“, meinen beide, als sie mit einem Schrägaufzug und einem besonderen Stapler für den sicheren Transport aus dem alten in das neue Domizil sorgen - und das für ein „Merci“, wie man so schön sagt. Ein besonderer Dank aber auch an fünfzehn Wehrleute des Löschzuges Sayn der Freiwilligen Feuerwehr, die ihren Samstag für den Umzug opferten und mit viel Herzblut und Interesse an der Historie dabei waren. Der Wehrleiter hatte die Fahrzeuge bereitgestellt, die Wehrleute ihrer Kräfte und logistischen Fähigkeiten. Dank der Stadtverwaltung Bendorf konnten die Räume, die nun renoviert werden, bezogen werden. Der Sayner Heimatforscher plant, das Archiv nach Neusortierung für die Bevölkerung stundenweise öffentlich zugänglich zu machen. Wenn alles eingeräumt ist, stehen - wie jüngst für ein Projekt der Universität Koblenz - über 450 Akten zur Einsicht. Löschzugführer Rainer Holler nannte die Sammlung beim Baumholen zum Traditionsfest der „Sääner Kermes“ das „Gehirn von Sayn“.
PS
Oben werden sie in Empfang genommen.
Besser nicht nach unten sehen ...