Allgemeine Berichte | 30.06.2015

Stadtverwaltung Bendorf und der Förderverein der Feuerwehr hatten geladen

Helden und Legenden

Auf dem Feuerwehrgelände gab es ein Sommerfest. GM

Bendorf. Zu einem besonderen Kultur-Ereignis hatte die Stadtverwaltung Bendorf und der Förderverein der Feuerwehr kürzlich eingeladen. In Kombination mit einem Sommerfest auf dem Feuerwehrgelände kam die Feuerwehr-Satire „Helden - voll durch’s Feuer“ zur Aufführung, deren Beginn sich wegen einer technischen Panne ein wenig verzögerte. Schnelle Hilfe löste das Problem, man war schließlich bei der Feuerwehr. Die Erlebniswelt der Kleinstadt spiegelte sich im Dargebotenen wieder, als in der besonderen Atmosphäre des Feuerwehrgerätehauses Bendorf der Kabarettist Manfred Kessler seine Solo-Feuerwehrsatire vor einem zahlreich erschienenen Publikum aufführte, in der er als dienstbeflissener Feuerwehrmann zum umjubelten Helden der Kleinstadtidylle wird. Im Mittelpunkt der turbulenten, wie hintergründigen Geschichte steht der brave, etwas einfältige Feuerwehrmann Heinz Schmelzenbach. Hin und hergerissen zwischen Himmel und Hölle, Minderwertigkeit und Größenwahn fühlt er sich als Held und Retter. Doch das Glück ist zerbrechlich. Wenn Schmelzenbach sich auf der Leiter durch Rauchschwaden gen Himmel kämpft, steht ausgerechnet sein größter Widersacher am Fuße der Leiter, der die Geschicke lenkt: Der Rote Hahn, Brandstifter und Mephisto in einem. Aber alles geht gut aus: Schmelzenbach besiegt den Roten Hahn, rettet ein Baby und ist ein echter Held. Als Solo-Künstler überzeugte Manfred Kessler in verschiedensten Rollen und Kostümen, einmal als penibler Feuerwehrmann, dann als Brandstifter „roter Hahn“ und sogar als sensationsgierige Putzfrau Traudel, die ihre besondere Sicht der Dinge zum Besten gibt. Der Mime fackelte ein Feuerwerk hessischer Dialektkunst ab und hatte mit Wortverdrehungen und einem Schuss Comedy die Lacher auf seiner Seite. So mancher der im Saale anwesenden echten Floriansjünger schmunzelte bei der Szenerie eines Feuerwehrfestes mit Ehrungen, Blasmusik und viel „Feuerwasser“. Der Schauspieler wurde am Ende seiner Darbietung von den Zuschauern mit minutenlangem Applaus belohnt, die sich damit für einen unterhaltsamen Theaterabend bedankten. Auf der Bühne des Gerätehauses wurde dann nach einer kurzen Aufbaupause Live-Musik geboten, auf dem Freigelände konnten die Besucher weiter das Sommerfest genießen und die dort ausgestellten Fahrzeuge und Boote der Feuerwehr besichtigen.

Die Feuerwehr-Comedy sorgte für viele Lacher.

Die Feuerwehr-Comedy sorgte für viele Lacher.

Auf dem Feuerwehrgelände gab es ein Sommerfest. Fotos: GM

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