21. Wirtschaftstag der Stadt Bendorf mit geladenen Gästen
Hirnforscher Dr. Häusel zeigt neue Wege der Vermarktung
Bendorf. Wie bereits seit 1995 hatte die Stadtverwaltung auch in diesem Jahr zum nunmehr 21. Wirtschaftstag in Bendorf eingeladen, dem jährlichen Treffen von Wirtschaft und Politik, Handel und Tourismus, Verwaltung und Medien zum Austausch von Informationen und Erfahrungen. Nicht nur Unternehmer und Geschäftsleute sondern auch Kommunalpolitiker sowie zahlreiche Vertreter von Ämtern und Institutionen waren der Einladung gefolgt und besetzten die Bendorfer Stadthalle bis auf den letzten Platz.
Bürgermeister Michael Kessler freute sich, dass er zum ersten Mal in seiner Amtszeit die Teilnehmer des Wirtschaftstages begrüßen konnte; sein besonderer Gruß galt Landrat Dr. Alexander Saftig und dem Landtagsabgeordneten Josef Dötsch.
Zu Beginn seiner Rede bedauerte Bürgermeister Kessler, dass der Wirtschaftstag überschattet wird von den Ereignissen unglaublicher Brutalität, die sich vor einigen Tagen in der französischen Hauptstadt zugetragen haben. Kessler weiter: „Das Unglaubliche, der menschenverachtende Hass, machen unter anderem auch deutlich: Freies Wirtschaften ist nur in einer freien Gesellschaft möglich. Eine freie Gesellschaft ist nichts Selbstverständliches, sie muss stetig erneuert und immer wieder neu erkämpft werden.“ Er bat alle Anwesenden, sich im Gedenken an die Ermordeten in Paris und zu deren Ehre zu erheben. Danach setzte er seine Rede fort und führte unter anderem aus, dass Bendorf für den beginnenden demografischen Wandel mit guten Rahmenbedingungen für die Unternehmen hervorragend aufgestellt sei. Durch ein anhaltendes Wirtschaftswachstum und eine Niedrigzinsphase habe man deutlich gespürt, dass neue Flächen benötigt werden und es deshalb wichtig war, die Gewerbeflächen Langfuhr I zu erschließen. Dadurch stehen nun zusätzlich 6 ha für die weitere wirtschaftliche Entfaltung zur Verfügung. Auch die Entwicklung des Rheinhafens habe künftig eine wichtige Priorität und er sei optimistisch, dass die Innenstadt sich in naher Zukunft deutlich weiterentwickeln wird.
Im Anschluss an ein Grußwort von Landrat Dr. Alexander Saftig beglückwünschten er, Bürgermeister Kessler und der Fachbereichsleiter Werner Prümm die Prokuristin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein, Frau Rita Emde zur Auszeichnung der Oskar-Patzelt-Stiftung mit dem Sonderpreis „Premier Kommune des Jahres 2015“. Das Architekturbüro Heinrich+SteinhardtArchitekten GmbH wurde von der Stiftung als Finalist beim „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet, hierfür nahm Thomas Steinhardt ebenfalls die Glückwünsche der Stadt und des Landrats entgegen.
Interessante Reden
Dann betrat der Hauptredner des Abends,der bekannte Hirnforscher Dr. Georg Häusel die Bühne. Er ist Vordenker des Neuromarketings und zählt international zu den führenden Experten in der Marketing-, Verkaufs- und Management-Hirnforschung. Neuromarketing dient dazu, mehr über die Persönlichkeit und die Gefühle des Kunden zu erfahren und dazu die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung zu nutzen. Unternehmer, die neue Kunden gewinnen sowie Bestandskunden begeistern und binden möchten, interessiert meist was Kunden unterscheidet und wie sie „ticken“.
Dr. Häusel zeigte an vielen anschaulichen Beispielen, wie Kaufentscheidungen im Gehirn des Kunden wirklich fallen: Weitgehend unbewusst und immer emotional. Sein Vortrag war eine faszinierende und höchst unterhaltsame Reise durch das menschliche Gehirn mit der Erkenntnis, dass Emotionen die wahren Kaufentscheider sind.
Nach dem Vortrag bestanden für die Teilnehmer ausgiebige Gelegenheiten zum Gespräch bei Wein und einem kleinen Imbiss.
Dr. Georg Häusel referierte zum Thema: „Wie tickt der Kunde?“
Landrat Dr. Alexander Sadtig entrichtete seine Grußworte.
Bürgermeister Michael Kessler und Wirtschaftsförderer Werner Prümm konnten dem Archiktekturbüro Heinrich+ Steinhardt sowie Rita Emde zur Auszeichnung „Premier Kommune des Jahres 2015“ gratulieren.