Bendorfer Narrenzunft
Jecke Sitzung der großen Karnevalsfamilie
Sitzungskarneval mit Format, Wortwitz und Akrobatik
Bendorf. Bunt, närrisch, zünftig, so prangten die Buchstaben wieder über dem Elferrats-Tisch der Bendorfer Narrenzunft, die es bestens versteht, den traditionellen Saalkarneval mit modernen Elementen zu beleben, aber auch dem Ur-Wortwitz und Humor einen großen Raum zu lassen. Musikalisch-perfekt untermalte der Musikzug Bendorf den Einmarsch der Garden und des Elferrates auf die Bühne, auf der die BNZ-Chaos Pänz direkt zu Beginn einen schmissigen Gardetanz präsentierten. Carsten Söhn schlüpfte in die Rolle als „Karnevalshasser“, schließlich wurde er dafür sogar mit einem „Stromberger Sicherheitskommando“ von der Bühne „abgeführt“: Garant für beste tänzerische Leistungen ist die BNZ-Garde, die einen ebenfalls akkuraten Marschtanz auf die Bretter zauberte.
Heimlicher Präsidentenanwärter ist Jan Söhn, der in der Traditionsfigur des Vereins, dem „Bendorfer Lausjung“ bereits zum dritten Mal in die Bütt stieg. „Was brauch ich einen Weltuntergang, ich war ja schließlich auf dem letzten Weihnachtsmarkt, da gibt’s wenig Unterschied“. Hier konnte er nicht mal ein „x für ein u“ vormachen. Der Hochzeitsanwärter hatte nur einen Nachteil: er spricht immer ein „u“ für ein „a“, das kann schon mal zu erheblichen Verwechselungen beim Heiratsantrag führen, eine lustige Show von Gaby Eisenhut, Brigitte Fischer und Marion Ranft. Gemäß dem großen Motto „Karneval meets holiday“ entführte die À-Capella-Truppe der „Boos Bars Buschers“ mit ihren Mallorca-Hits an den Ballermann. Stimmung pur! Das „Schaffers Eck“ wurde in diesem Jahr mit allerlei Kulissen ganz besonders in Szene gesetzt und Franz Malkmus und Harry Stehl wurden erstmals von Dorothee Malkmus und Hanna Menke unterstützt. Ein buntes Stelldichein auf Bendorfs Innenstadt-Kreuzung mit allerlei Lokalkolorit. Das „Alte Kino“ wurde zum „Wohnzimmer der BNZ“. Ganz auf der Welle der 70er-Jahre-Musik nahmen die „Blue Luders“ das begeisterte Publikum mit auf eine stimmungsvolle Zeitreise. Ganz in schwarz, so präsentierte sich das Männerballett der „BNZ Walters“. Ob der Show im James-Bond-Fieber gab es in der Ansage schon mal einen karnevalistischen „Dreher“: „Ihnen werden heute die Ziehe knittern…“. Ein Traum in grün und weiß ist das Linzer Husarencorps mit seiner Riesentruppe. Stimmungsvolle Musik und Tanz auf höchstem Niveau passte gut auf die Bendorfer Narrenbühne. Auch die BNZ-Kids hatten ihren neuen Super-Gardetanz im Gepäck. Ein Augen- und Ohrenschmaus: das „Babygeplauder“ von Nicole und Frank Fischer auf extrahohen Stühlen. Mit verzerrten Babystimmen ließen sie die Lachtränen in Strömen kullern. „Neulich habe ich mir ganz schön Aua gemacht. Meine Mama hat gesagt, der liebe Gott macht das wieder gut.“ Die Gegenfrage: „Wie läuft das jetzt: musst Du rauf oder kommt der runter?“. Sehr gut enterten furchtlos die Piraten des BNZ-Showballetts. Brillianter Tanz und schmucke Damen in schmucken Kostümen. „Olga und Igor“ sind inzwischen zu einem Markenzeichen der BNZ geworden und sie fesselten ihr Publikum auch an der Mitternachts-Uhrzeitsgrenze. Ganz besondere Helden auf dem Tanzparkett ist die BNZ-Garde. Hier grenzt Tanz an Akrobatik, hier stimmt jeder Schritt. Eine Augenweide. Präsident Heinz Breuer blickte im Finale zu Recht extrem stolz auf seine Narrenschar und verbeugte sich vor deren Leistung.
PS
Die Piraten des BNZ-Showballetts.
„Babygeplauder“ von Nicole und Frank Fischer.