Turnerschaft Bendorf, Handball-Rheinlandliga
Kastellaun machte kurzen Prozess
HSG Kastellaun/Simmern - Turnerschaft Bendorf 31:22 (16:7). Ohne die weiterhin verletzten René Engler und Dustin Keip sowie ohne Juri Flaming (Arbeit) und Yannik Eberts (private Gründe) ging Bendorf in die Partie beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus dem Hunsrück. Insgesamt sechs A-Jugendliche ergänzten die Reihen der ersten Mannschaft. Der Gastgeber hingegen trat in voller Besetzung und mit fünf Spielern an, die mindestens Regionalliga-Erfahrung mitbrachten. Kastellaun/Simmern begann ohne seinen Spielertrainer und ohne seinen besten Rückraum-Schützen. Im Tor allerdings stand mit Mario Percin der entscheidende Mann des Abends.Die Gastgeber verteidigten mit einer offensiven 5:1-Abwehr und setzten den Bendorfer Rückraum so unter Druck. Viele technische Fehler und Gegenstöße waren die Folge. Gelang dann doch einmal ein Torabschluss, landete der Ball mehrfach neben dem Tor. Den Rest parierte Percin hervorragend. Bis zur 20. Minute gelangen nur vier Tore, davon zwei per Siebenmeter. Die Hunsrücker erzielten trotz einiger Paraden von Alex Winkel in der gleichen Zeit 14 Tore und sorgten früh für klare Verhältnisse. Die Turnerschaft konnte den Rest der ersten Halbzeit ausgeglichen gestalten, verlor aber kurz vor der Pause noch Andreas Dahmen wegen einer Verletzung am Handgelenk. Beim Stand von 16:7 ging es in die Kabinen.
Die Spielrichtung war im zweiten Abschnitt aber auch das Einzige, was sich änderte. Beim 20:7 in der 35. Minute war der Arbeitstag für Pecin dann beendet, der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Die Gastgeber taten nur noch das Nötigste. Die Turnerschaft zeigte über weite Strecken mit vier Jugendspielern gleichzeitig auf dem Feld, dass sie auch Handball spielen kann. Trotz des enttäuschenden Ergebnisses sind auch positive Aspekte zu erwähnen. Jonas Strüder gab wenige Tage nach seinem 17. Geburtstag ein gutes, wenn auch im Torabschluss unglückliches Debüt. Felix Franken debütierte ebenfalls mit drei schönen Treffern. Und auch Moritz Gutfrucht konnte in Angriff und Abwehr überzeugen.
Mit diesem Spiel ging ein Jahr voller Herausforderungen zu Ende. Zu nennen sind hier die Erkrankung des Trainers Mario Kos, die knapp verpasste Meisterschaft, die Hallenprob leme infolge der Renovierungen und das Verletzungspech der vergangenen Monate.
Für Bendorf spielten: Klapthor, Winkel, Brinkmann (1), Becher (2), Dreidoppel, Barreteau (1), Dahmen (1), Strüder, M. Gutfrucht (3), Litzmann (1), Kirschhöfer (4/3), Franken (3), Schaub, Kersten (6).