Politik | 11.02.2014

Kessler will Stadtbürgermeister werden

Bendorfer CDU wählte den Rechtsanwalt mit überwältigender Mehrheit zum Kandidaten

(V.l.) Bernhard Wiemer und Ute Stuhlträger Fatehpour applaudierten dem frisch gewählten CDU Bürgermeisterkandidaten Michael Kessler. HEP

Bendorf. Über volles Haus konnte sich der Bendorfer CDU-Stadtverbandsvorsitzende Bernhard Wiemer bei der Wahl der Stadtratskandidaten im Hotel „Rheinblick“ freuen. Er begrüßte unter den 63 Anwesenden auch den Landtagsabgeordneten Josef Dötsch, den Ehrenvorsitzenden Hajo Stuhlträger und die Neuwieder CDU-Kreisgeschäftsführerin Michaela Woermann, die Mitglied des Stadtverbands Bendorf ist. Stimmberechtigt waren 57 CDU-Mitglieder, von denen, unter Leitung von Josef Dötsch, 55 Michael Kessler als Kandidat für das Amt des Bendorfer Stadtbürgermeisters wählten.

Der hatte zuvor eine Art „Plädoyer“ gehalten, schließlich ist der 62-jährige Rechtsanwalt, wie er in seinem Lebenslauf erklärte und auch erläuterte wieso und warum er Stadtbürgermeister werden will: Er habe Erfahrung als Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse Koblenz, des Programmbeirates von TV Mittelrhein, Aufsichtsrat der Rheinhafen Bendorf GmbH, der Vertreterversammlung des Versorgungswerkes der Rheinland-Pfälzischen Rechtsanwälte, Geschäftsführer des  Freundeskreises Sayner Hütte sowie Mitglied des Bendorfer CDU-Vorstandes und als Stadtratsmitglied. Jetzt, da er alleinstehender Witwer sei, wolle er sich für „Bendorf jetzt noch einmal richtig einsetzen“.

Als Stadtbürgermeister beabsichtigt Kessler dafür zu sorgen, dass im Rathaus jeder Bürger mit seinem Anliegen Ernst genommen und ihm geholfen wird. „Ich möchte, dass jede Entscheidung in dieser Stadt nach offenen und überprüfbaren Kriterien gefällt wird. Dabei muss gelten: Gemeinwohl geht vor Eigennutz, und das Interesse von Bendorf geht vor Parteiinteresse“, sagte der Kandidat.

Da Bendorf  engagierte Unternehmer, flexible und fleißige Dienstleister, innovative Gewerbebetriebe, einen expandierenden Rheinhafen und auch Tourismus als wichtiges wirtschaftliches Standbein habe, seien neue Ideen, deren intelligente Bündelung und das Schöpfen aus Netzwerken gefragt, meinte Kessler. 

Den mittleren Teil der Hauptstraße soll nach seinen Vorstellungen neu ausbaut und aufgewertet und gleichzeitig die Bundesstraße 413 aus diesem Bereich verlegt werden.  „Denn eine Innenstadt ist nur dann lebendig, wenn sich dort Einzelhandel wohlfühlt, wenn Gastronomie und Dienstleister attraktive Angebote haben und machen. Dann fühlen sich auch die Bewohner der Stadt dort gut aufgehoben und kann ein geeignetes Domizil auch für Senioren werden“, erklärte Michael Kessler. Ferner soll mit städtischem Blumenschmuck zur Verbesserung und Verschönerung der Grundstücke und Häuser motiviert werden. Um das alles und noch viel mehr umzusetzen, dafür braucht Michael Kessler die Unterstützung seiner Parteifreunde und auch der Bürger bei der Kommunalwahl am 25. Mai.

Bernhard Wiemer, der in Bendorf auch erster Beigeordneter ist, unterstrich, dass die Stadt kein Ausgaben- sondern ein Einnahme-Problem habe: „Verglichen mit vielen anderen Kommunen ist der Anteil an der Einkommenssteuer zu gering und auch die Gewerbesteuereinnahmen hinken weit hinterher.“ Bei der Gewerbesteuer führt er das darauf zurück, dass mehrere Unternehmen in Bendorf in jüngster Zeit stark investierten, sodass sie in den Folgejahren weniger Gewerbesteuer zahlen müssen, was sich aber ändern werde, wenn die Investitionen Früchte tragen. Um die Einnahmen der Stadt auf Dauer zu erhöhen, sei es wichtig, so Wiemer, die Erschließung der geplanten Baugebiete Bendorf Süd III und IV zügig voran zu treiben, um weitere Einwohner zu gewinnen und auch, um wohnortnah ein Seniorenwohnheim zu schaffen. Notwendig sei auch die stadtnahe Erschließung von Gewerbeflächen, wie es derzeit „In der Langfuhr“ geschieht, aber auch neue müsse man auszuweisen, so beispielsweise im Bereich Rheinhafen.

Apropos Rheinhafen: Hier freut sich Wiemer, dass ein GmbH-Gewinn von  100.000 Euro an das städtische Freibad fließen kann, das nach seiner Umgestaltung sehr gut genutzt würde. Der Beigeordnete unterstrich hier, wie wichtig die weichen Faktoren wie z.B. Sportanlagen, Museum und Kultur für eine Stadt sind. „Wir stehen im ständigen Wettbewerb mit anderen Kommunen und müssen alles dafür tun, in diesem Wettbewerb die Nase vorne zu haben“, sagte Wiemer.

Als Stadtratskandidaten wählte die Versammlung im Zehnerblock: 1. Bernhard Wiemer, 2. Christoph Helling, 3. Gabriele Zils, 4. Gerd Born, 5. Günter Schöneberg, 6. Bettina Tietz-Enchelmaier, 7. Christine Kersten, 8. Joachim Borchert, 9. Werner Dietz, 10. Peter Schneider, 11. Ulrich Bomm, 12. Ute Stuhlträger Fatehpour, 13. Erhard Günter, 14. Goran Varvodi, 15. Frank Matthies, 16. Ann Schneider, 17. Sascha Schoblocher,, 18. Joachim Boos, 19. Michael Enchelmaier, 20. Monika Ramscheid, 21. Paul  Schmidt, 22. Brigitte Steck, 23. Manfred Hendrichs, 24. Susanne Schabow, 25. Andreas Weber, 26. Susanne Warow, 27. Thomas Appelbaum, 28. Peter Friedhofen, 29. Gabriele Luckei, 30. Marlies Rasbach, 31. Heinz Breuer, 32. Harry Münch, 33. Claudia Schneider, 34. Kerstin Knöll, 35. Sven Michaelis, 35. Markus Gebauer, 37. Rudi Koch und 38. Toni Gräf. 

(V.l.) Bernhard Wiemer und Ute Stuhlträger Fatehpour applaudierten dem frisch gewählten CDU Bürgermeisterkandidaten Michael Kessler. Foto: HEP

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