Beim 6. „Summer in the City“ begeisterten in Bendorf „Wingenfelder“, „Selig“ und „Leslie Moryson“
Kirchplatz in „Rockpalast“ verwandelt
Bendorf. 25000 Besucher begeisterte die Band vor einem Jahr in Hannover. Die international erfolgreichen Hauptmusiker traten jetzt in Bendorf bei „Summer in the City“ auf: Die Band Wingenfelder, mit Frontman Kai und Thorsten, die im Dezember 1986 mit drei weiteren Musikern in Hannover die legendäre Band „Fury in the Slaughterhouse“ (Fury im Schlachthaus) gründeten. Der Bandname war eine Anspielung auf die weltweit bekannte US-Fernsehserie aus den 50er Jahren um das Pferd Fury. 2008 löste die Band sich auf und 2010 hoben die beiden Wingenfelders unter ihrem Namen eine neue Gruppe aus der Taufe. Und die legte auf der großen Bühne auf dem zum „Rockpalast“ umfunktionierten Bendorfer Kirchplatz richtig los und begeisterte Hunderte Besucher. Wingenfelder bot eine außergewöhnliche Mischung ihrer neuen und alten Songs, Eigeninterpretationen von Fury-Klassikern umrahmt, von traurig, lustig und auch schönen Schilderungen über das Leben.
Furioser Auftritt: Leslie Moryson mit Band
Zuvor war die Koblenzer Sängerin Leslie Moryson mit Band auf der großen Bühne, auf der für die Rockmusiker auch die passende Lightshow abging. Deutsche Popmusik für Seele, Herz und Ohr hatte die Koblenzer Gesangslehrerin für ihr erstes Album mit dem Titel „Ich mag dich“ geschrieben. Und auch in Bendorf brachte sie Lieder über das Leben und Lieben, das Leiden und Lachen zum Träumen, Tanzen und Mitsummen. Ihre Band besteht aus Sebastian Schmitz, Schlagzeug, Verena Schimmel, Backgroundgesang, Klaus Wolf, Bass, Christian Weller, Tasten und Peter Dümmler, Gitarre.Leslie Moryson hört man fast jeden Tag im Radio, denn sie ist die weibliche Background-Stimme auf Heinos Erfolgsalbum „Mit freundlichen Grüßen“. Und in Koblenz war sie 2011 Interpretin des offiziellen Buga-Songs.
Abschluss mit „Selig“
„Selig“ ist eine deutsche Starband aus den 90ern, die in Bendorf den Schluss von „Summer in the City“ bildete. Zehn Jahre lang waren die Musiker getrennt, fanden vor etwa sieben Jahren wieder zueinander und produzieren seitdem erfolgreiche Alben. Der charismatische Leadsänger und Frontmann Jan Plewka überzeugte energiegeladen auch auf der Bendorfer Bühne, wo es auch Songs aus ihrem nunmehr fünften Studio-Album „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ gab. Im Vergleich zu „Seligs“ Comebackalbum kristallisierte sich hier eine noch rockigere Gangart heraus. Die neuen Stücke sind härter, psychedelischer – und melodiöser.
Ein toller rockiger musikalischer Sommerabend war das in Bendorf, wenn es mehr Besucher gegeben hätte. Dies beklagte Veranstalter Michael Enchelmaier gegenüber Blick aktuell: „Wir haben weitaus mehr Leute erwartet.“ Als Grund dafür nannte er u.a. die vielen kostenfreien Veranstaltungen wie Public Viewing und andere. „Und da hat man als Veranstalter, der Eintritt nimmt, schon große Schwierigkeiten. Es ist im einfach zu viel los für die Leute“, meinte er.
Selig, die Starband aus den 90ern, beeindruckte zum Abschluss.