Allgemeine Berichte | 28.01.2013

Die Sparkasse Koblenz präsentierte ihre Bilanz

Kreditgeschäft wurde weiter ausgebaut

Mit nachhaltigem Geschäftsmodell auch 2012 erfolgreich

Der Vorstand der Sparkasse Koblenz, von links: Ernst Josef Lehrer, Matthias Nester und Thomas Welling.Sparkasse Koblenz

Koblenz Die Sparkasse Koblenz hat mit ihrem auf die Region ausgerichteten Geschäftsmodell auch 2012 ihre führende Marktposition in ihrem Geschäftsgebiet ausgebaut. „Wir handeln auf der soliden Basis traditioneller Werte. Und das mit Erfolg, wie das zufriedenstellende Geschäftsjahr 2012 gezeigt hat. Sowohl bei den Privat- als auch bei den Firmenkunden sind wir die klare Nummer 1. “, betonte Matthias Nester, Vorsitzender des Vorstandes, anlässlich der Präsentation der Geschäftsergebnisse der Sparkasse Koblenz für 2012. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor gut vier Jahren werde deutlich, welchen Beitrag die Bank für das Gemeinwesen und die regionale Wirtschaft leiste. Das Geschäftsmodell der Sparkasse basiere darauf, die Spareinlagen der regional ansässigen Sparer innerhalb der Region wieder auszuleihen und damit dem heimischen Wirtschaftskreislauf zur Verfügung zu stellen. „Dies trägt dazu bei, Wachstum und Arbeitsplätze in Koblenz und im Kreis Mayen-Koblenz zu schaffen und zu sichern,“ betonte Nester

Partner des Mittelstandes

Die Sparkasse Koblenz hat im vergangenen Geschäftsjahr die Kreditvergabe ausgehend vom Rekordjahr 2011 nochmals ausgebaut. Insgesamt verzeichnete sie mit knapp 610 Millionen Euro und einer Steigerung von 26 Prozent in diesem Geschäftsfeld ein sehr gutes Kreditneugeschäft mit ihren Firmen- und Privatkunden. Der Kreditbestand stieg um 3,4 Prozent und beträgt zum Jahresende 2,8 Milliarden Euro. „Der heimische Mittelstand ist kerngesund und investiert weiterhin ordentlich. Das Kreditangebot der Sparkasse spielt dabei eine entscheidende Rolle. Daher ist die stetige Aufwärtsentwicklung auch ein Zeichen für die solide Entwicklung der lokalen und regionalen Wirtschaft“, stellte Sparkassenvorstand Thomas Welling fest. Auch bei den Privatkunden hat die Sparkasse ihre führende Position ausgebaut, insbesondere bei den traditionell hart umkämpften Wohnungsbaukrediten. Mit rund 2.000 privaten Wohnungsfinanzierungen verwirklichte die Sparkasse den Traum vom Eigenheim ihrer Kunden. Damit ist die Sparkasse weiterhin klarer Marktführer bei privaten Wohnungsbaufinanzierungen in der Region.

Sicherheit und Verfügbarkeit

2012 fragten die Kunden wie in den Vorjahren vor allem Produkte mit kurz- bis mittelfristigen Verfügungsmöglichkeiten nach. „Im Einlagengeschäft wollen unsere Kunden aufgrund der gegebenen Zinssituation keine langfristige Bindung eingehen. Sicherheit und Verfügbarkeit rangieren vor Rentabilität. Das war schon in den Vorjahren so und wird sich voraussichtlich auch 2013 fortsetzen“, so Thomas Welling.

Die bilanzwirksamen Anlagen der Bank stiegen insgesamt um 78 Millionen Euro auf 2,8 Milliarden Euro. Bei den Privatkunden war diese positive Entwicklung kaum spürbar. Hauptgrund hierfür ist, dass zahlreiche Banken aus dem In- und Ausland, darunter auch staatlich gestützte Institute, Sparer in Deutschland mit deutlich über dem Marktzins liegenden Zinsen locken. „Diese Institute bieten Konditionen, die betriebswirtschaftlich nicht zu rechtfertigen sind. Wenn wir diesen Preiswettbewerb um die Einlagen mitmachen würden, hätte das spürbare Konsequenzen in der Qualität unserer Dienstleistung,“ betont Welling. Die Sparkasse wolle aber bei ihrer auf Nachhaltigkeit angelegten Geschäftsphilosophie bleiben und den Kunden mit einer ganzheitlichen Perspektive beraten. „Und das kostet eben Geld. Wer auf Pump mit Schaufensterkonditionen lockt, kann kein nachhaltiges und stabiles Bankgeschäft betreiben“, unterstrich Thomas Welling. Als Kernpunkt ihres Geschäftsmodells hat sich die Sparkasse eine hohe Qualität auf die Fahne geschrieben. 2012 ist die Sparkasse Koblenz zum dritten Mal in Folge Sieger beim Bankentest von Focus Money.

Wiederholt ausgezeichnet wurden Kompetenz, Kundennähe und die hohe Service- und Beratungsqualität der Koblenzer Sparkasse.

Auch die Kontenmodelle der Bank wurden 2012 von den Kunden gut angenommen: Im vergangenen Jahr hat die Sparkasse rund 7.000 neue Girokonten in diesem hart umkämpften Markt eröffnet.

Nah bei den Menschen

Als regional und kommunal verankertes Kreditinstitut hat sich die Sparkasse das Ziel gesetzt, nah bei ihren Kunden zu sein. „Unsere 48 Geschäftsstellen sind Finanzdienstleistungszentren für die Bürger in unmittelbarer Nähe ihres Lebensmittelpunktes und damit das Herzstück unseres Hauses“, erklärte Ernst Josef Lehrer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, und stellte so die große Bedeutung des flächendeckenden Geschäftsstellennetzes im Selbstverständnis der Bank heraus. Jährlich investiert die Sparkasse eine beachtliche Summe in die Modernität der Filialen. So auch in Weißenthurm. Hier wird im Sommer 2013 eine komplett neue Geschäftsstelle, die nur unweit des heutigen Standortes ist, eröffnet. Ein wesentlicher Vorteil des neuen Standortes ist eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen.

900 Mitarbeiter

Die Sparkasse Koblenz ist mit ihren rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größeren Arbeitgeberinnen in Koblenz und der Region. Die hohe Zahl an Ausbildungsplätzen - im Schnitt beschäftigt die Sparkasse rund 100 Auszubildende - dient der langfristigen Strategie der Bank, eine qualitativ hochwertige Beratung bieten zu können. Besondere Akzente setzt die Bank zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für dieses Engagement wurde die Sparkasse mehrfach ausgezeichnet.

Stabile Ertragslage

Nach dem erfreulichen Geschäftsverlauf in 2012 kann die Sparkasse Koblenz ein zufriedenstellendes Jahresergebnis vermelden. Per Saldo bleibt ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 53,5 Millionen Euro oder 1,32 Prozent der DBS. „Damit liegt die Sparkasse Koblenz über dem Durchschnitt der rheinland-pfälzischen Sparkassen“, so Matthias Nester.

Aufgrund der sehr erfreulichen Ertragsentwicklung ist die Sparkasse seit vielen Jahren ein bedeutender Steuerzahler. Ebenfalls bedeutend ist das gesellschaftliche Engagement der Sparkasse, das von Kontinuität geprägt ist. Innerhalb der letzten drei Jahre flossen rund sieben Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke in die Region. Werden zusätzlich noch die Personal- und Sachaufwendungen sowie die Steuerzahlungen berücksichtigt, ergeben sich für 2012 Wertleistungen von rund 80,3 Millionen Euro, die in die Region geflossen sind.

Impulse für die Region

Welch starke Impulse die Sparkasse der Region vermittelt, zeigt sich daran, dass sie im vergangenen Jahr 47 Millionen an Löhne und Gehälter bezahlte, 21 Millionen für Sachaufwendungen ausgab, 10 Millionen Steuern zahlte und 2,3 Millionen für Sponsoring und die Förderung gemeinnütziger Zweck in Koblenz und der Umgebung ausgab.

-hs-

2012 - auf einen Blick

Bilanzsumme: 4,1 Mrd. Euro

Kundeneinlagen: 2,76 Mrd.

Kreditvolumen: 2,77 Mrd.

Mitarbeiter/-innen:869

Azubis: 95

Präsenz vor Ort:

48 Geschäftsstellen,

19 SB-Stellen und

5 dezentrale Beratungscenter + Private Banking +

Firmen- und Gewerbekunden +

Immobilien Center,

94 Geldautomaten

Die Sparkasse investiert in ihre Geschäftsstellen. Hier der Spatenstich zum Neubau der Geschäftsstelle Weißenthurm, die im Sommer 2013 eröffnet.

Die Sparkasse investiert in ihre Geschäftsstellen. Hier der Spatenstich zum Neubau der Geschäftsstelle Weißenthurm, die im Sommer 2013 eröffnet.

Der Vorstand der Sparkasse Koblenz, von links: Ernst Josef Lehrer, Matthias Nester und Thomas Welling.Fotos: Sparkasse Koblenz

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