Förderkreis St. Medard Bendorf besucht größte Krippenausstellung Europas
„Krippcher gucke“
Bendorf. Auch wenn der Alltag längst wieder Einzug gehalten hat, ist es ein schöner Brauch, in der Nachweihnachtszeit Krippen zu besuchen und die unterschiedliche Darstellung der Geburt Jesu Christi anzuschauen.
Der Förderkreis St. Medard Bendorf hatte eingeladen und der Run auf die Plätze veranlasste die Organisatoren kurzerhand einen zweiten Bus zu chartern, damit alle Teilnahmewünsche erfüllt werden konnten. Erstes Ziel war die Region an der deutsch-belgischen Grenze, wo in Büllingen/Losheim auf dem Ardenner Cultur Boulevard die ARS KRIPPANA besucht wurde. Hier befindet sich die größte und bedeutende Krippenausstellung Europas. Der äußere Anschein der Anlage ließ zunächst nicht erahnen, was die Besucher im Inneren erwartete.
Die Ausstellung bot wahrlich eine märchenhafte Reise durch die verschiedenen Kontinente, bei der die Tradition der Krippen zu entdecken war, die sich überall auf der Erde entwickelt hat. Jedes Land hat seine Eigenart, seine Überzeugungen, seine Einflüsse und seine kulturellen Regeln. Alle diese Elemente geben die unterschiedlichsten Einblicke in die Umsetzung eines einzigen Themas. Faszinierend fanden die Teilnehmer die Krippen aus unterschiedlichen Werkstoffen, Größen und Techniken mit viel Liebe zum Detail. Weiter ging die Fahrt dann bei einsetzendem Schneefall nach Monschau-Höfen, wo die Pfarrkirche St. Michael das nächste Ziel war. Hier erwartete die Bendorfer Besucher dann eine Krippe mit einer besonderen Attraktion.
In der 20 Meter langen Landschaftskrippe trägt der singende Hirte Reiner Jakobs stimmungsvolle Lieder vor und spielt dazu Gitarre, Panflöte und Mundharmonika. Mit seinem Gesang und dem Krippenbau engagiert er sich seit vielen Jahren für krebskranke Kinder im Klinikum der RWTH Aachen, für das er Spenden von den Besuchern sammelt. Die Krippe begeistert durch die Liebe zum Detail und die Einbindung von rund 250 Tieren, die die umgebende Landschaft integriert wurden. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Waffeln im Pfarrheim der dortigen Gemeinde ging es dann auf die Rückfahrt. Fazit einer gelungenen Krippenfahrt: Obwohl sich alle Krippen des gleichen Themas annehmen, gleicht keine Krippe der anderen. Der Fantasiereichtum der Krippenbauer und die Einmaligkeit der Exponate erstaunten die Besucher immer wieder aufs Neue.