Allgemeine Berichte | 30.06.2015

Besonderes Programm der Stiftung Sayner Hütte und der Stadt Bendorf

Krupp und Sayn: Eine interessante Ausstellung

Die Leiterin des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums Barbara Friedhofen. GM

Bendorf. Eingebettet in das Motto des diesjährigen rheinland-pfälzischen Kultursommers „Helden und Legenden“ widmet die Stiftung Sayner Hütte und die Stadt Bendorf ein besonderes Programm dem Thema „Krupp und Sayn“. Anlass ist ein historisches Jubiläum: Vor 150 Jahren verbanden sich die Wege des Weltkonzerns aus Essen mit dem Mittelrhein und der Sayner Hütte. Dieses Jubiläum gab den Impuls, den Verbindungen erstmals detailliert nachzuspüren. Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum beleuchtet und untersucht in einer Ausstellung nunmehr erstmals anhand von historischen Fotografien ausführlich die Beziehungen zwischen der legendären Unternehmerfamilie Krupp und Sayn. Hierzu hat man umfangreiches Material zusammengetragen, um die Beziehungen zwischen Krupp und Sayn bis zum Vorabend des Ersten Weltkrieges zu dokumentieren. Dabei greift das Museum insbesondere auf die reichhaltige Sammlung des historischen Archivs Krupp in Essen zurück. Ein vielfältiges Programm mit Exkursionen, Vorträgen, Führungen, Theater ergänzt die Präsentation. Schirmherrin ist Vera Reiß, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz. Der international tätige Installationskünstler Ingo Bracke inszenierte einen Rundweg über das Gelände der Sayner Hütte. Mit den Medien Licht, Klang und Objekt eröffnet er neue Blickwinkel auf den Ablauf des Hüttenbetriebes. Dabei bringt er Altes zum Klingen und gibt neue Einblicke in eine vergangene Welt. Die Krupp-Dynastie wird auf der Sayner Hütte atmosphärisch erlebbar.

Ausstellungseröffnung und Inszenierung

Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung und Inszenierung hatte die Stadt Bendorf kürzlich in die Gießhalle der Sayner Hütte eingeladen. Viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Bevölkerung waren der Einladung gefolgt, so dass im wahrsten Sinne des Wortes die „Hütte“ voll war. In seiner Begrüßungsrede bedankte sich Bürgermeister Michael Kessler unter anderem bei den vielen Personen und Institutionen, die durch ihr unermüdliches Engagement den heutigen Renovierungsstand des Denkmalensembles erst möglich gemacht haben und blickte optimistisch in eine gesicherte Zukunft des Areals, dessen Gesamtfertigstellung noch eine große Kraftanstrengung erfordere. Nach weiteren Ansprachen durch einen Vertreter der Landesregierung in Mainz, dem Leiter des Historischen Archivs Krupp Prof. Dr. Ralf Stremmel und der Leiterin des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums Barbara Friedhofen erläutere der Künstler Ingo Bracke seine Inszenierung. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von einem kleinen Klarinettenkonzert unter der Mitwirkung von zwei Stipendiaten der Landesstiftung Villa Musica. Eine abschließende Begehung des Denkmalareals mit Ausstellung und Inszenierung rundete den sehr interessanten und informativen Nachmittag ab. Die Ausstellung ist geöffnet vom 28. Juni bis zum 4. Oktober täglich von 11 bis 17 Uhr. Nähere Infos hält die Tourist-Information der Stadt Bendorf bereit, erreichbar entweder in Internet unter www.bendorf.de oder im Schloß Sayn, Abteistr. 1, Bendorf-Sayn. Dort kann man sich auch zu dem Begleitprogramm anmelden.

Die Leiterin des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums Barbara Friedhofen. Foto: GM

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