Schüler des Wilhelm-Remy-Gymnasiums bei bundesweiter Begegnung
Kurse des Darstellenden Spiels zeigten beeindruckende Vielfalt
Altleinigen. Das Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf war Ende April bei einer landesweiten Begegnung von Kursen des Darstellenden Spiels in Altleiningen vertreten. Unter Leitung von Frau Bals führten die Bendorfer Schüler der elften Jahrgangsstufe selbst erarbeitete Szenen auf, die Momente des Schulalltags, aber auch Träume der jungen Erwachsenen zeigen. Die Theaterschüler vom Landauer Eduard-Spranger-Gymnasium nahmen hingegen Eindrücke aus der Berufswelt und die Folgen digitaler Kommunikation aufs Korn.
Wie vielfältig die Themenauswahl sein kann, wurde den Zuschauern weiterhin bewusst, als die Gruppe der Integrierten Gesamtschule Mutterstadt ihr szenisches Ergebnis zum Tourette Syndrom zeigte, einer Erkrankung, die vielen Menschen noch unbekannt ist. „Wir wollen durch unser Stück informieren und aufklären“, erzählte Daniel aus der neunten Klasse. Und schon begann eine rege Diskussion. In Arbeitsgruppen hatten nun alle Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, das Gesehene zu reflektieren und sich auszutauschen.
Am nächsten Morgen standen die Schüler erneut auf der Bühne. Diesmal galt es, in alters- und schulartübergreifenden gemischten Gruppen szenisch auf die gesehenen Präsentationen zu reagieren. Frau Dr. Schwenke, langjährige Theaterpädagogin am Staatstheater Mainz, begleitete die zweitägige Begegnung: „Es ist beeindruckend, zu sehen, wie ernsthaft und motiviert sich die Jugendlichen den Themen stellen, die sie beschäftigen.“
Das Treffen, das jährlich von der „Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur“ finanziert wird, kam auch bei den Bendorfer Schülern gut an. „Ich habe den Kopf voll neuer Ideen und freue mich, dass wir dabei sein konnten“, resümiert etwa Anna-Lena. Und alle Schüler des Kurses sind nun gespannt, ob es ein Wiedersehen mit den neu gewonnen Freunden geben wird. Eine Einladung nach Landau in die Pfalz gibt es bereits - zur nächsten Schultheateraufführung im Juli.