Allgemeine Berichte | 06.02.2015

Initiative „Sani Sanelli“ zu Gast in der Grundschule Bodelschwingh

Leben retten ist kinderleicht

Da hatten die 19 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b zusammen mit dem roten „Sani Sanelli“ gut Lachen, denn ihre Verbände waren nicht echt und das Leben retten kinderleicht sein kann, hatten sie zum Abschluss auch schnell selbst erkannt. US

Bendorf. Seit dem 7. Juli 1969 war und ist es Ziel der Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Für Grundschüler gibt es das Projekt „Sani Sanelli“, bei dem sie spielerisch das richtige Verhalten im Notfall üben. Durch einen Sponsor war es jetzt auch möglich, dass die Schüler der dritten Klassen der Grundschule Bodelschwingh in Bendorf in diesen Genuss kamen. Anhand von verschiedenen Geschichten des kleinen Kobolds „Sani Sanelli“ lernten auch die Kinder der Klasse 3b, wie sie Situationen richtig einschätzen und wie sie sich im Notfall verhalten sollten. Kinder für schwierige Situationen fit zu machen, das war das Ziel und zeigte sich zum Abschluss als gelungen. Auch Klassenlehrerin Marie-Luise Michaelis begrüßte die Aktion und hielt es auch für wichtig, die Kinder schon so früh wie möglich mit diesem Thema vertraut zu machen. Notfälle können überall passieren und jeden treffen, da ist schnelle Erste Hilfe gefragt und warum sollen Kinder dies nicht schon frühzeitig lernen. Gut zu erkennen war bei den Kindern auch, dass sie sehr offen für diesen Einsatz in ihrer Klasse waren. Auch lagen schon einige Kenntnisse in Sachen Erste Hilfe vor. Rettungsassistent Marcus Luit, Björn Steiger Stiftung, hatte auch gleich ein paar direkte Fragen auf Lager. Wo kommen die meisten Unfälle vor ? Wann ist ein Mensch ohnmächtig ? Was ist im Notfall zuerst zu tun ? Dies waren nur einige der Fragen, die erläutert wurden. Die Kids verstanden schnell, um was es geht. Da wussten sie den Namen ihrer Oma ganz genau, doch wie beschreibt man dem Disponenten am Telefon, wenn man 112 gewählt hat, wo man genau ist. Also ein Handy haben viele aus der Klasse, doch was macht man zuerst, kümmert man sich um den Verletzten, wenn ja wie und wann ruft man den Notruf. Erstaunlich, was die Kids doch in nur 90 Minuten alles erlernt hatten und sie haben sich dazu noch alles gut eingeprägt, denn es war spielerisch und auch manchmal lustig und so lernt man doch am liebsten. Luit zeigte die stabile Seitenlage und manche Kinder durften dann dies nachmachen, was auch direkt gelang. Eine ordentliche Klasse, mit viel Aufmerksamkeit bescheinigte später Luit, der auch für sein Engagement ein Liedchen zum Abschluss zu hören bekam. Besonders lustig aber auch sehr interessant fanden die Kinder das Anlegen eines Druckverbandes. Sah zwar etwas seltsam aus, aber war keine schlimme Sache. Denn als später alle einen Verband anlegen durften, wurde die Situation eher lustig, denn die Verbände waren überall zu finden, wie im echten Leben halt auch. Mal ist es eine Schürfwunde am Arm, mal eine dicke Platzwunde am Kopf und hier zeigten die Kids keine Hemmungen, stets selbst Hand an den Partner anzulegen. Ersthilfe entscheidet manchmal über Leben und Tod, das weiß nun doch schon jedes Kind. Und bevor es für die 19 Schülerinnen und Schüler dann in die große Pause ging, gab es von Rettungsassistent Luit noch einen kleinen Anstecker zur Belohnung und als Beweis für ihren Einsatz zusammen mit „Sani Sanelli“.

US

Da hatten die 19 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b zusammen mit dem roten „Sani Sanelli“ gut Lachen, denn ihre Verbände waren nicht echt und das Leben retten kinderleicht sein kann, hatten sie zum Abschluss auch schnell selbst erkannt. Foto: US

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