Mentoringprojekt im Landkreis Mayen-Koblenz abgeschlossen
Mehr Frauen in die Kommunalpolitik!
Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz will den geringen Frauenanteil in den kommunalen Parlamenten und Räten erhöhen, der auf Kreis und Verbandsgemeindeebene der im Durchschnitt nur 20 Prozent beträgt. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz startete deshalb im Sommer 2012 gemeinsam mit dem Landfrauenkreisverband das Projekt „Mit Mentoring vor Ort - Mehr Frauen in die Kommunalpolitik!“ Ein Jahr lang nahmen erfahrene Politikerinnen aus Bundes- und Landtag sowie kommunalen Räten interessierte Nachwuchsfrauen unter ihre Fittiche, um sie für den Politikbetrieb fit zu machen. Bei der Abschlussveranstaltung im Kreishaus wurde nun Resümee gezogen und die Teilnahmezertifikate vergeben. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz Lea Bales betreute das Projekt und erklärt: „Wir haben für die Teilnehmerinnen spezielle Qualifikationen und Vernetzungstreffen angeboten. Seminare und Vortragsveranstaltungen für Mentoringpaare, politisch interessierte und aktive Mitglieder von Gremien und Räten sowie Netzwerktreffen für Mentoringpaare rundeten das Programm ab.“ In Mayen-Koblenz nahmen insgesamt 37 Frauen aus den kreisangehörigen Städten und Verbandsgemeinden am Mentoring-Projekt teil, 14 Mentorinnen nahmen 23 Mentees an die Hand. Mentorinnen und Mentees berichteten von ihren Erfahrungen. Auffällig war, dass alle das Projekt äußerst positiv bewerteten und darin eine sinnvolle Hilfe für „Neulinge auf dem politischen Parkett“ sahen. Auch für Lea Bales steht fest: „Gleichstellung hin, Gleichstellung her: Es sind zu wenige Frauen in den Räten vertreten. Das muss sich ändern. Unser Projekt hat bei den Teilnehmerinnen sicherlich dazu beigetragen, sich aktiv zu beteiligen.“ Landrat Dr. Alexander Saftig dankte allen Akteuren, insbesondere der Gleichstellungsbeauftragten und dem Landfrauenkreisverband und zog ein positives Fazit: „Frauen haben einen anderen Blickwinkel, der bei politischen Entscheidungen enorm wichtig ist. Wir wollten mit dem Projekt Inaktive aktivieren, Interessierte informieren und das politische Geschehen erfahrbar machen. Das haben wir geschafft. Jetzt gilt es, mit Blick auf die anstehenden Listenaufstellungen für die Kommunalwahlen dabei zu sein.“ Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
Mentorin und Kreistagsmitglied Gisela Klier (2.v.r.) berichtet Jutta Wegmann, Projektkoordinatorin des Ministeriums (rechts) von ihren Erfahrungen aus dem Projekt.
