Deutsch-Türkische Begegnung in der Moschee Mülhofen
Mit dem Islam näher beschäftigt
Bodelschwingh-Grundschüler erfuhren vor Ort viel über die Weltreligion
Bendorf. Bereits zum zehnten Mal in Folge besuchten die vierten Klassen der Bodelschwingh-Grundschule im Rahmen des Religionsunterrichts die türkische Moschee Yeni Cami in Bendorf-Mülhofen. „Warum gibt es hier so einen tollen roten Teppich?“ „Wieso gibt es keine Bilder vom Propheten Mohammed in der Moschee?“ Das waren die ersten Fragen der Bodelinos im Gebetssaal der Moschee, in dem sie vom Imam, Ramazan Tadelen, vom Gemeindevorsteher, Erol Zengin und der Dialogbeauftragten der Moscheegemeinde, Fatma Sönmez, begrüßt wurden. Die Kinderfragen wurden natürlich direkt beantwortet. So wurde erklärt, dass die Muslime kein Bild von Mohammed in der Moschee haben dürfen, dafür aber hübsche Kalligrafien, die an den Propheten erinnern sollen. Natürlich mussten alle Anwesenden vor dem Betreten des heiligen Raumes ihre Schuhe ausziehen. Bereits im Vorfeld hatten sich die 60 Bodelions innerhalb des Religionsunterrichts mit dem Thema Islam beschäftigt. Dabei wurden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen einer Kirche und einer Moschee herausgestellt. Außerdem wurde auf die fünf Säulen des Islam als grundsätzliche Glaubenshandlungen eingegangen. Der Besuch des Gebetsraums der Moschee sollte Gelegenheit geben, das Gelernte zu vertiefen. Deswegen hatten die Kinder am Ende die Möglichkeit, Fragen an den Imam zu stellen. So wurde geklärt, warum Muslime immer in Richtung Mekka beten, oder wie genau sich der Gebetsruf der Muslime anhört. Abschließend lobte Ramazan Tadelen die vielen wissbegierigen Kinder und bedankte sich für den Besuch. Danach waren die Kinder und Lehrkräfte noch in den Speisesaal der Moschee eingeladen. Dort gab es türkische Speisen und Tee. Den Kontakt zu diesem Besuch vermittelte der Türkisch-Lehrer der Grundschule, Oguzhan Oguz. Der Schulleiter der Bodelschwinghschule, Michael Wetzlar, zeigte sich nach dem Besuch hocherfreut über den neuerlichen Kontakt: „Jeden Tag gehen viele Kinder auf ihrem Weg in die Schule an der Moschee vorbei, ohne zu wissen, was das Haus eigentlich für ihre Schulfreunde muslimischen Glaubens bedeutet. Durch diesen Besuch erreichen wir ein besseres Verständnis füreinander.“ Auch in der Zukunft sollen nach Meinung aller Beteiligten deutsch-türkische Begegnungen stattfinden. Einige Aktionen befinden sich für das Jahr 2014 bereits in der näheren Planung.